McLaren und Red Bull fechten nun offiziell die Entscheidung der Rennkommissare zum Monaco GP an, Pierre Gaslys Podiumsplatz wiederherzustellen.
Die Kontroverse entstand, nachdem Zeitstrafen aufgrund eines Fehlers in der Zeitmessschleife aufgehoben wurden, was mehrere Fahrer betraf.
„Wir respektieren zwar die juristischen Verfahren der FIA und die Rolle der Rennkommissare voll und ganz, sind aber der Ansicht, dass dieser Fall wichtige Fragen zur sportlichen Fairness, zur Regelkonsistenz und zur Integrität des Wettbewerbs aufwirft,“ erklärte McLaren in einem Statement.
Die Entscheidung der FIA-Rennkommissare, Gaslys Strafen aufzuheben, hat Bedenken hinsichtlich der Fairness hervorgerufen, da andere Fahrer, darunter Oscar Piastri, ihre Strafen während des Rennens abgesessen haben.
„Die nachträgliche Aufhebung der Strafen führt zu einer Situation, in der einige Fahrer benachteiligt werden, obwohl sie sich an die Regeln und die Entscheidungen der Rennkommissare gehalten haben. Ein solches Ergebnis birgt die Gefahr sportlicher Ungleichbehandlung und untergräbt das Vertrauen in die konsequente Anwendung des FIA-Sportreglements.“
Auch Oracle Red Bull Racing legte Berufung ein, da man sich über die Auswirkungen der beispiellosen Entscheidung der Rennkommissare Sorgen machte. Das Berufungsverfahren findet vor dem Internationalen Berufungsgericht der FIA statt, das als letzte Instanz in Motorsportstreitigkeiten fungiert.
Mercedes beantragte zunächst auch eine Überprüfung der Strafen für George Russell, zog den Antrag jedoch nach Gesprächen mit der FIA und der Formel-1-Führung zurück.
Das Internationale Berufungsgericht wird den Fall nun verhandeln. Die Anhörung wird voraussichtlich im Juli stattfinden. Beide Parteien werden dort ihre Argumente und Beweise vortragen. Das Gericht kann die Strafe für Gasly bestätigen, abändern oder aufheben.
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