Was vor einer Woche noch als Fanwunsch galt, ist nun Realität. FIA-Rennleiter Charlie Whiting hat die „Fahrhilfe“ für die Piloten via Boxenfunk ab sofort untersagt
In der Saison 2014 war es bislang üblich, dass die Boxencrew nach Studie der Telemetrie-Daten den Piloten durchgab, wo sie wann wie besser bremsen oder Gas geben, um Wagen oder Reifen zu schonen bzw. Zeit zu gewinnen. Das ist nun Geschichte.
In Zukunft dürfen die Teams ihren Fahrern per Boxenfunk keine Anweisungen mehr geben, die sich auf die Leistung der Boliden oder der Fahrer auswirken. Vor allem bei Saison-Dominator Mercedes, wo Nico Rosberg und Lewis Hamilton um die WM kämpfen, wurde in Sachen „Nachhilfe“ heftig gefunkt.
FIA-Rennleiter Charlie Whiting hat den Rennställen nun mitgeteilt, dass dies in Zukunft untersagt ist und beruft sich dabei mit seinem Gremium auf Artikel 20.1 des Reglements: „Demnach darf kein Gespräch über Funk von der Box zum Fahrer irgendwelche Informationen beinhalten, die sich auf die Performance des Autos oder des Fahrers beziehen. Die FIA weist ebenfalls darauf hin, dass Datenübermittlung von der Box zum Auto durch Artikel 8.5.2 des Technischen Reglements der Formel 1 verboten ist“.
Ein unerwarteter Auslöser dieses Verbots waren kritische Stimmen in den Medien, aber vor allem der Fans, dass die Fahrer wohl ohne Hilfe nicht mehr zurechtkämen und ihre Klasse gar nicht so groß wäre. Diesem drohenden Imageverlust wollte man bei der FIA sofort entgegenwirken.
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