Barcelona-Crash: Grosjean verteidigt sich

Durch seinen Dreher in der 1. Runde beim GP von Barcelona beförderte der Franzose nicht nur sich selbst, sondern auch Nico Hülkenberg und Pierre Gasly ins Aus. Für viele unverständlich: der Haas-Pilot blieb bewusst voll am Gas und drehte sich somit auf die Innenseite der Bahn. Laut Grosjean hätte es jedoch denselben Ausgang gegeben, wenn er gebremst hätte.

Grosjean hatte die Kontrolle über sein Auto verloren und sich mitten im Feld quergestellt, Hülkenberg und Gasly hatten keine Chance mehr, auszuweichen. Für die Aktion sprach ihm die Rennleitung eine Gridstrafe für Monaco aus.

RTL-TV-Experte Timo Glock analysiert: „Der Auslöser war eigentlich Magnussen, der einen Moment hatte, wo ihm das Auto ausbrach. Dadurch musste Grosjean ausweichen. Er war aber auch in der „Dirty Air“, also zu nah an Magnussen dran. Was ich allerdings überhaupt nicht verstehe: Wieso bleibt er voll auf dem Gas? Er muss doch wissen, dass er sich dadurch nach innen reindreht. Und da kommen nochmal zehn Autos von hinten.“

Grosjean entschuldigte sich bei den Piloten, dessen Rennen er beendet hat. Aber er verteidigt sich auch: „Ich habe die Kontrolle über das Heck verloren und habe noch versucht, es wieder in den Griff zu bekommen. Das hat aber einfach nicht klappen wollen. Wenn ich gebremst hätte, wäre das Auto genauso gerutscht. Ich bin auf dem Gas geblieben, um es herumzudrehen und wenigstens nicht komplett in der verkehrten Richtung zu stehen.“

Auch Kevin Magnussen entschuldigt sich dafür, seinem Teamkollegen im Weg gewesen zu sein. Doch selbst der für seine eher aggressive Fahrweise bekannte Däne versteht Grosjeans Reaktion nicht ganz. „Das war keine gute Idee. Wahrscheinlich wollte er sich um 360 Grad drehen um weiterzufahren. Aber es konnte ja auch keiner etwas sehen.“

Auch von Timo Glock erntet der Franzose harsche Kritik: „“Er macht gerade wieder viele Fehler, die ihn die Rennen kosten. Da bleiben auch für Haas als Team viele Punkte liegen, die sie eigentlich nötig haben. Das darf einem Mann mit so viel Erfahrung eigentlich nicht passieren.“

 

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