Wurz über neues Streckenmeisterwerk in Charlotte

In Charlotte, North Carolina wurde am 10. Oktober eine neue Rennsport-Anlage eröffnet. Alex Wurz erzählt im Gespräch mit den Kollegen von laola1 wie es zur Entwicklung des 2.7 Kilometer langen Kurses kam.

„Es ist eine kleine Club-Rennstrecke, die sich in das ganze Motorsport-Konglomerat in Charlotte einfügt. Um dem Trend der Privatstrecken zu folgen, hat sich die Stadt zum Bau entschlossen.“, verrät er. „Weil ich bereits in der Vergangenheit Marcus Smith (Geschäftsführer Speedway Motorsports LLC) mit dem Roval geholfen habe, ist man auf mich zurückgekommen und hat gefragt, was ich auf dem Grundstück entwerfen kann.“

Der erste Schritt war, wie immer für Wurz, eine Vor-Ort-Besichtigung, denn „dadurch hat man bereits den Überblick über die ersten Einschränkungen, wie die Grundstücksgrenze, die Ein- und Ausfahrt sowie den Kanal- und Stromanschluss. Das gibt dann meistens schon die ungefähre Position des Fahrerlagers bzw. in diesem Fall Club House vor. Dann natürlich auch noch die Topografie und welche Flächen innerhalb des Grundstücks überhaupt bebaut werden dürfen.“

„Und dann fragst du dich: Welche Kurvenradien und Lastwechsel brauche ich, damit sich der Fahrer wohl, aber auch sicher fühlt? Natürlich spielen da dann die Erfahrung und die Simulationen eine wichtige Rolle. Ich springe beim Design gedanklich ins Auto und überlege mir Sachen wie: Okay, wo möchte ich jetzt einen blinden Kurveneingang haben, sodass ein erfahrener Pilot einen Vorteil hat?“, so Wurz. Man entschied sich am Ende für eine Länge von 2.7 Kilometern, 19 Kurven und zwei Schleifen. Dabei kann die Strecke in „Short Course“ und „Inner Loop“ unterteilt werden.

„Auch wenn wir eine Hauptrichtung vorgegeben haben, kann die Hauptstrecke in beiden Richtungen befahren werden. Ein Loop bietet die Möglichkeit zur Bewässerung, die eine eigene Entwässerungsanlage zum Filtern und Recyclen des Wassers hat. Das ist etwas sehr Cooles, weil man darauf auch Drift-Trainings bzw. Bewerbe austragen, aber auch üben kann, im Nassen ans Limit zu gehen. Das ist insbesondere gut für Rennfahrer-Trainings und junge Rennfahrer.“, erklärt Wurz.

Die Strecke wird vor allem für spezielle Veranstaltungen genutzt, wobei das 1850 Quadratmeter große Gelände eine Garage mit Stellplätzen der Mitglieder-Boliden, eine Zigarrenlounge, eine Bourbon-Bar und einen Putting- als auch Offroad-Parcours beinhaltet. Interessierte können vor Ort „private Villen bzw. Häuser mieten oder kaufen“.

Posted in ,