Wie lange werden sich die Silberpfeile noch an der Spitze halten können? Und wird Red Bull mit Honda als neuem Motorenpartner zur Gefahr werden? Auch die geplante Änderung des Aerodynamik-Reglements könnte für Überraschungen sorgen, meint Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.
Auf die Frage, ob Red Bull durch die neue Partnerschaft mit Honda den Silberpfeilen gefährlich werden könnte, sagt Wolff: „Das könnte sein. Der Honda-Motor sieht jetzt sehr stark aus, und Red Bull ist ohnehin eine gute Racer-Truppe. Außerdem gibt es diese Muster nicht mehr, dass ein Team auf einem Streckentyp dominiert.“
Doch mehr Sorgen bereiten dem 46-jährigem die geplanten Regeländerungen. „Den größten Einfluss wird das neue Aerodynamikreglement haben“, sagt Wolff. „Das wird alles auf den Kopf stellen.“
Um das Überholen zu erleichtern, möchte die FIA ab der Saison 2019 die Luftführung der Boliden im Bereich der Vorderräder verändern. Der Unterschied sollte optisch nicht gravierend ausfallen, allerdings müssen die Designer laut eigenen Angaben komplett umdenken. „Irgendjemand könnte ein Schlupfloch finden oder eine Innovation bringen“, befürchtet Wolff. „Oder er versteht einfach besser als die anderen, wie diese Autos funktionieren. In diesem Reglement für nächstes Jahr gibt es eine große Unbekannte, und es könnte sogar passieren, dass Teams nach vorne kommen, die wir derzeit gar nicht auf dem Radar haben.“
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