Die aktuell drei wichtigsten Formel 1 Österreicher – Toto Wolff, Helmut Marko und Alex Wurz – sind sich einig, dass der Rennkalender das Limit schon überschritten hat.
Laut Concorde-Agreement sind bis zu 25 Veranstaltungen in einem Kalenderjahr für die Teams zumutbar. Aber für Mercedes-AMG Petronas F1 Team Boss Wolff „sind wir jetzt schon über dem Limit. Wir reisen ja noch bequem, aber die Mechaniker, die auf- und abbauen, fliegen Economy. Man sieht in den Gesichtern der Leute, dass es nicht mehr geht.“
„Ganz brutal“ sei aus Wolffs Sicht der letzte Tripleheader der Saison mit Las Vegas, Katar und Abu Dhabi innerhalb von drei Wochenenden. „In Las Vegas siehst Du das Tageslicht nur ganz wenige Stunden, legst dich ins Bett, weißt nicht, ob du essen sollst oder nicht. Dann wachst du zu Mittag auf, oder ganz in der Früh, da waren wir alle unterschiedlich. Und das nimmt einem vom Rhythmus so mit, dass du dich davon kaum erholen kannst.“
GPDA Präsident Wurz stimmt Wolff zu: „Ich persönlich find’s zu viel. Mir wären 16 Rennen am liebsten. Einfach von der sportlichen Übersättigung her Die Formel 1 boomt und die weltweiten Einschaltquoten sind immer gut. Für die Teams gehen die 24 Läufe noch, für die Ingenieure gerade noch, und auch noch für die Fahrer.“
Red Bull Motorsportberater Helmut Marko unterstreicht, dass für ihn „24 Rennen absolut an der Grenze ist. Wobei wir im Senior Management ja privilegiert sind. Aber man muss an die Mechaniker denken.“
„In Las Vegas fährst Du in der Nacht und fliegst dann 14 bis 16 Stunden in eine ganz andere Zeitzone, wo es gleich weitergeht. Das ist auch eine Umweltsache, dass man nicht kreuz und quer durch die Welt fliegt. Alle sind aus meiner Sicht an der Belastungsgrenze. Außer wir holen eine zweite Crew.“
Neben den Rennwochenenden stehen auch viele Medien- und PR Termine an, die die Belastung weiter erhöhen. „Ich bin von Austin sieben Stunden für einen Sponsorevent nach Hawaii geflogen. Da war ich genau 18 Stunden und musste dann wieder zurück. Hawaii hört sich super an, aber das war nur brutal.“
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