Wohin soll Pierre Gasly in der Formel 1 wechseln?

Was macht Pierre Gasly 2023? Der Franzose will von Alpha Tauri weg. Aber wohin soll er gehen?

Wie Red Bull Motorsportberater Helmut Marko zuletzt deutschen Medien bestätigte, würde man den sportlich unzufriedenen Franzosen nun doch gehen lassen. Um ihn zu halten, hat man bei der Scuderia AlphaTauri das Gehalt des 26-Jährigen aus eigenen Stücken erhöht.

Aber Gasly will „vorne mitfighten“, will das „Gefühl des Sieges“ wieder einmal spüren, wie der französischen Presse gestand. Bei Alpha Tauri wird er das die nächsten Jahre nicht tun, außer es gibt wieder ein Chaosrennen. Daher wird sein Abschied wahrscheinlicher. Aber wohin soll er gehen?

  • Eine Beförderung zu Oracle Red Bull Racing ist ausgeschlossen. Ferrari und Mercedes sind besetzt, außer die „Silbernen“ setzen ihn 2024 neben George Russell, falls Lewis Hamilton dann wirklich abtritt. Doch da gibt es eine Vielzahl an anderen Kandidaten neben Gasly.
  • Bei McLaren wird Daniel Ricciardo seinen Sitz wohl vorzeitig räumen müssen, aber dessen Platz dürfte wohl an Oscar Piastri gehen, auch wenn Gasly dem Team gerade zu Beginn wohl mehr helfen könnte. Er hat nicht nur enormen Speed, sondern auch viel Red Bull Know-How, und sogar Siegerfahrung.
  • Als Franzose würde er perfekt zum Alpine F1 Team passen. Doch sein Verhältnis zu Esteban Ocon hat sich über die Jahre massiv verschlechtert. Zu Kartzeiten waren die beiden noch Buddies, trainierten viel zusammen, fuhren lange problemlos gegeneinander. Doch dann kam es zu mehreren Zwischenfällen und seither herrscht Funkstille. Gasly erklärte zuletzt dezidiert: „Wir sind keine Freunde.“ Natürlich müssen sie keine Freunde sein, um gemeinsam ein Team voranzubringen. Aber die Stimmung wäre vom Start weg getrübt. Nicht der ideale Nährboden für eine Zusammenarbeit in einem Rennstall, der einen Leader sucht.
  • Aston Martin Aramco Cognizant, Haas F1 Team und Williams Racing wären alle drei keine wirkliche Verbesserung, wobei die Sitze bei Aston Martin ohnehin vergeben sind.
  • Bleibt also noch das Alfa Romeo F1 Team ORLEN. Dort würde Gasly von seiner Einstellung her, seinem angriffigen Fahrstil her, gut passen. Mit Valtteri Bottas hätte er einen Routinier an der Seite, von dem er noch lernen kann und der ihm gleichzeitig die Bürde des nominellen Teamleaders abnimmt. Ein Wechsel zu Alfa ist aber nur dann möglich, wenn Teamchef und Gasly Landsmann Fred Vasseur den chinesischen Rookie Guanyu Zhou fallen lässt. Und dagegen spricht doch einiges: Zhou fährt bei Gott keine schlechte Debütsaison, der Chinese bringt einiges an Geld mit, und er ist ein Magnet für asiatische Sponsoren für die Zukunft.

Bleibt also die Frage – wohin soll Gasly gehen?

 

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