Wird Toro Rosso-Honda bereits im 1. Jahr für Überraschungen sorgen?

Beim Wintertest in Barcelona hat Toro Rosso mitunter am meisten überrascht. Die beiden Stammfahrer Gasly und Hartley konnten zusammen 3.826 Kilometer abspulen, und das mit dem neuen Honda-Antrieb im Heck, der ja bekanntlich die letzten 3 Jahre bei McLaren immer wieder für Schwierigkeiten sorgte. Was ist also 2018 für Toro Rosso drin?

Wenn man bedenkt, dass im Heck des Toro Rosso STR13 ein Honda-Aggregat läuft, war das in Barcelona abgespulte Pensum alles andere als selbstverständlich. Schließlich hatte Honda in der dreijährigen Zusammenarbeit mit McLaren vor allem mit Defekten von sich reden gemacht.

Gerhard Berger: super Entscheidung

DTM-Boss Gerhard Berger äußerte sich zur neuen Toro Rosso-Honda Partnerschaft gegenüber ‚ServusTV‘: „Man ist jetzt mal in Wartestellung und sieht sich an, wie das läuft. Dass Honda bei der Standfestigkeit gut war, ist schon mal ein gutes Zeichen.“

Beim Verfolgen des Wintertests wurden beim Österreicher Erinnerungen wach: „Honda ist eine Firma mit einer riesigen Sportkultur. Ich musste etwas schmunzeln, als ich meinen ehemaligen Ingenieur gesehen habe. Der hat drei Jahre an meinem Auto gearbeitet. Der ist jetzt Technischer Direktor bei Honda und er ist wirklich gut. Ich kann mir also nicht vorstellen, dass die überhaupt nicht auf die Beine kommen. Zusammen mit Toro Rosso, Franz Tost und der Power von Red Bull dahinter, ist das eine super Entscheidung.“

‚Strietzel‘ Stuck: wäre das Risiko auch eingegangen

Auch Bergers Kumpel Hans-Joachim Stuck ist optimistisch, was die Zukunft von Toro Rosso-Honda angeht: „Honda wird es auch langsam mal lernen, wie es funktioniert. Der Winter war lang. Aus den Fehlern der letzten Jahre haben sie gelernt. Das kann man den Japanern zutrauen“, nimmt Stuck Bezug auf Honda und spannt den Bogen zu Toro Rosso: „Der Zeitpunkt ist nicht schlecht jetzt. Ich wäre das Risiko auch eingegangen.“

Gerhard Berger sieht es ähnlich wie Stuck und ergänzt: „Vielleicht wird man schon im ersten Jahr einen Höhenflug erleben.“ Und wenn nicht? „Auf Dauer wird das schon richtig sein.“

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