Mercedes hat die Formel 1 2019 bislang dominiert – in fünf Rennen holte man ebenso viele Doppelsiege. Das soll sich beim Grand Prix von Monaco ändern
Natürlich möchte Lewis Hamilton in Monaco den vierten Saisonerfolg einfahren. Aber ausgerechnet Ex-Silberpfeil-Star Mika Häkkinen sieht ein Ende der Dominanz von Mercedes. „Sie haben den besten Wagen, hochtalentierte Piloten, die sich gegenseitig zu neuen Bestleistungen pushen, und eine gute Teamführung, die strategisch richtig entscheidet. Das ist die perfekte Kombination. Aber in Monaco würde ich mein Geld nicht auf die beiden setzen“, so der finnische Doppelweltmeister. Häkkinen ist überzeugt, dass „dieser einzigartige, enge Stop-and-Go-Kurs dem Mercedes nicht wirklich liegt. Red Bull gewann hier letztes Jahr und Ferrari 2017. Beide Teams sind dort traditionell stark.” Der Champion von 1998 & 1999 glaubt an einen Triumph von Max Verstappen. „Er ist ein Mann auf einer Mission. Sein Ziel ist es, als Erster die Mercedes heuer zu schlagen und ich denke, sein Red Bull Honda wird in Monaco sehr schnell sein.“ Häkkinens zweites Eisen im Feuer ist Ferrari Shooting Star Charles Leclerc. „Es ist sein Heimrennen, er kennt dort jeden Winkel. Charles war bislang die ganze Saison pfeilschnell und eigentlich hätte er schon gewinnen müssen. Er wird alles tun, um seinen roten Renner auf die Pole Position zu stellen. Und auf seinen Teamkollegen, Sebastian Vettel, dürfen wir auch nicht vergessen. Immerhin hat er in Monaco schon zweimal gewinnen können.“
Ferrari und Bullen aggressiv
Dass sie beim Monaco GP endlich zurückschlagen wollen, haben die Mercedes-Verfolger Ferrari und Red Bull Racing bereits in ihrer Reifenwahl für das Rennen im Fürstentum zum Ausdruck gebracht. Das Team um Vettel & Leclerc sicherte sich elf Sätze der Soft-Mischung, mehr ist laut Reglement gar nicht möglich. Auch bei Red Bull entschied man sich für lauter weiche Gummis und nur den jeweiligen Pflichtsatz der Hard und Medium Mischungen. “Das Gefühl in Barcelona auf dem Stockerl zu stehen (Verstappen wurde Dritter) war gut und nun sollten wir in Monaco natürlich dort weitermachen. Das ist immer ein besonderes und hektisches Wochenende, aber es macht auch immer viel Spaß. Denn auf diesem historischen Kurs zu fahren, ist klasse, auch wenn es bei mir zuletzt dort nicht so gut lief. Umso mehr möchte ich heuer zuschlagen”, so Wahlmonegasse Verstappen, der sich am meisten freut „im eigenen Bett schlafen zu können.“
Vorjahressieger unter Druck
2018 triumphierte Daniel Ricciardo beim Monaco GP, einer Strecke, die ihm liegt und die er liebt. Selbstredend hofft der Australier daher auch dieses Jahr auf ein gutes Ergebnis, in einer bisher wenig berauschenden Renault-Saison. Doch Landsmann und Ex-Red Bull Star Mark Webber glaubt nicht daran. „Daniel hat bestimmt nicht das Fahren verlernt. Aber der Renault ist natürlich weit weg von der Spitze und schwer zu bändigen. Allzulange darf sich Danny aber nicht da hinten aufhalten, denn dieses Business ist so schnelllebig, dass rasch Manager anderer, junger Piloten kommen und ihren Schützling reindrängen wollen.“ Ricciardo hat in seinem ersten Jahr bei Renault aktuell Platz 7 aus China und vier Ausfälle zu Buche stehen.
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