Carlos Sainz war die Überraschung der vergangenen Formel 1 Saison. Der Spanier hatte keine Eingewöhnungsprobleme und katapultierte sich aus dem Stand zur Nummer 1 der Jungs aus Maranello. Folgt 2022 der nächste große Schritt?
Wir schreiben den 13. Mai 2020 – Ferrari bestätigt Carlos Sainz als Piloten für das nächste Jahr. Ein paar Rennen später stand der Spanier wie der große Verlierer da. Ferrari war mit einem miserablen Boliden unterwegs, McLaren hingegen war komplett im Aufwind, dazu erwartete ihn ein bärenstarker Charles Leclerc bei den Roten als Teamkollege, und es drohte ihm eine mögliche Rolle als Nummer zwei. Doch Sainz war einer der Gewinner des Jahres 2021. Er überzeugte alle. Er war nahezu der einzige Pilot, der das Team wechselte, ohne große Probleme gehabt zu haben. Ganz anders als Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo und auch Sergio Perez. Der Spanier hatte sich schnell an den SF21 gewöhnt und in Monaco folgte schon das erste Podium. Am Ende der Saison hatte er mehr Punkte als der in Italien als ‚kommende Weltmeister‘ ausgerufene Leclerc. Kurz gesagt, ein Einstand nach Maß.
Starke Bilanz
Wenn man Sainz mit seinen Teamkollegen vergleicht, war er immer da. Der Sohn des zweifachen Rallye-Weltmeisters Carlos Sainz senior ist seit 2015 in der Königsklasse, kam als Champion der Formula Renault 3.5 zu Toro Rosso. Gegen „Supertalent“ Max Verstappen hatte er zwar am Ende das Nachsehen, war aber zumeist auf Augenhöhe und manchmal sogar auch vor ihm. Danach „bügelte“ er Verstappens „Nachfolger“ bei Toro Rosso, den routinierteren Daniil Kvyat, in der Fahrer-WM eindeutig. Nach seinem Bruch mit Red Bull und seinem Wechsel zu Renault, schien er in Nico Hülkenberg seinen Meister gefunden zu haben. Doch, dass Sainz das Nachsehen hatte, lag vor allem daran, dass der Wagen nicht seinem Fahrstil entsprach. Doch im McLaren sahen die Fans ab 2019 einen gereiften, pfeilschnellen Sainz, der in beiden Saisonen bei den „Orangenen“, den hochtalentierten Teamkollegen Lando Norris im Griff hatte.
Binotto macht Hoffnung
2022 wäre der nächste logische Schritt der erste Grand Prix Sieg. In Monza 2020 mit McLaren und in Monaco 2021 mit Ferrari war er als Zweiter schon knapp dran. Kann der Spanier das schaffen? Die Chancen stehen gut, denn darf man den Worten von Ferrari Teamchef Mattia Binotto glauben, sind die „Roten“ für die kommende Saison „gut aufgestellt“ und „zuversichtlich, dass man wieder um Siege“ fighten kann. Und, dass Sainz sich gegen Stallgefährte Leclerc durchsetzen kann, hat er schon in diesem Jahr bewiesen. Wir dürfen also gespannt sein, ob wir 2022 zum ersten Mal seit dem Barcelona GP 2013 die spanische Hymne hören werden!
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