Claire Williams erzählt, Toto Wolff seinerzeit die Ablösesumme für Valtteri Bottas abzuringen, sei eines ihrer Management-Highlights gewesen.
Nach dem Rückzug von Gründer und Teamchef Sir Frank Williams, übertrug er seiner Tochter Claire die Agenden von Williams Racing.
„Wir hatten damals (2014) ein gutes Auto und einen tollen (Mercedes) Motor. Es lief also sehr gut. Doch dann gab Nico (Rosberg) überraschend seinen Rücktritt bekannt und Mercedes brauchte einen zweiten Piloten.“, erinnert sich die Britin.
Williams bestätigt, dass Mercedes-AMG Petronas F1 Teamboss Wolff sofort ein Auge auf Valtteri Bottas geworfen hatte. „Er wollte ihn unbedingt und Valtteri tat alles, um unsere Freigabe zu bekommen.“
„Wenn ein Fahrer so sehr gehen will, dann hat es keinen Sinn ihn zu halten. Daher stimmten wir zu, aber nicht ohne Ablöse.“
Williams setzte sich mehrmals mit Wolff zusammen und konnte dem Österreicher „einen schönen Betrag“ abringen. „Dass ich Toto dieses Geld für Valtteris Wechsel entlocken konnte, ist sicher eines der Highlights meiner Teamchefkarriere.“
Nun musste die Tochter des Teamgründers noch die Frage nach Bottas‘ Nachfolger klären.
„Die Zeit war knapp und es war nicht wirklich jemand am Markt, den wir in unser Auto setzten wollten. Dann kam Lawrence (Stroll) auf mich zu – Lance war ja in unserem Young Driver Programm – und meinte, ich solle doch Felipe (Massa) anrufen.“
Der Brasilianer war mit Saisonende 2016 nach dem Grand Prix in Sao Paulo zurückgetreten. Doch Williams befolgte Strolls Rat und rief ihn an.
„Das war wohl das kürzeste Vertragsgespräch aller Zeiten. Er hob ab, ich erklärte ihm die SItuation, er sagte zu, und das war’s.“, lacht Claire.
Massa wurde WM-Elfter, das Williams Team holte P5 in der Konstrukteurswertung.
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