Williams noch unentschlossen

Das Williams Team ist jetzt noch eines der wenigen, die die Fahrerpaarung für kommende Saison noch nicht fixiert hat. An Auswahl mangelt es ihnen dabei nicht, denn nachdem Carlos Sainz zu Renault wechselt, schloss sich die Tür bei Renault für Jolyon Palmer und Robert Kubica.

Sainz-Deal beeinflusst maßgeblich

Als McLaren am Freitag des Singapur GP verkündetet, dass die Partnerschaft mit Honda nächste Saison ein Ende findet wird, löste das eine Welle von Ankündigungen aus. Weiter wurde dann verkündet, dass Honda einen Deal mit Toro Rosso eingeht und das wiederum ermöglichte dem jungen Carlos Sainz einen einstweiligen Wechsel zu Renault. Dieser bekommt einen Jahresvertrag und wird für 2018 der Teamkollege von Niko Hülkenberg. Der leidtragende an dieser Geschichte bleibt dann wohl Jolyon Palmer, der für kommende Saison keinen Platz mehr bei Renault hat. Doch auch Robert Kubica, der sich Hoffnungen auf das französische Cockpit machte, muss sich nun anderswo umsehen.

Warteschlange bei Williams

Die meisten Plätze sind vergeben und so bleibt für die beiden Leidtragenden nur noch Williams als Option. Gerüchte zufolge dachte man bei Williams an Fernando Alonso als Ersatz für Felipe Massa, doch dieser gab bekannt, dass er eine weitere Zusammenarbeit mit McLaren anstrebt. Das gibt Kubica und Palmer die Möglichkeit noch einen Platz bei Williams zu ergattern. Aber was ist eigentlich mit Williams derzeitiger Fahrerpaarung?

Massa der Schlüsselfaktor

Williams wird sich kaum vom Lance Stroll trennen, obwohl er eher einen holprigen Start hingelegt hat, zeigte er zuletzt deutliche Verbesserungen und liegt somit in der Fahrer-WM nur knapp hinter dem Veteranen Massa. Der Brasilianer gibt aber zu verstehen, dass er weiterhin in der F1 bleiben will, aber nur dann, wenn Williams auch bemüht ist, ihn im Team zu halten und ihn nicht als letzten Ausweg, wie es wohl Anfang dieser Saison der Fall gewesen ist, sieht. Er selbst will nach seiner F1-Karriere in die Formel E wechseln. Sollte Massa sich entschließen das Handtuch zu werfen, so beginnt mit Sicherheit ein erbitterter Kampf um das freie Cockpit, denn Robert Kubica und Jolyon Palmer sind mit Sicherheit schon in Lauerstellung.

Rosbergs Rückkehr

Eine unerwartete Überraschung kam vom amtierenden Weltmeister Nico Rosberg, der während des Singapur GP verkündete, dass er mit Robert Kubica zusammenarbeiten wird, um ihn eine Rückkehr in die Formel 1 zu ermöglichen. Rosberg, der sein Debüt bei Williams gab, pflegt eine enge Familienbeziehung zu Williams, da auch sein Vater Keke in den 80ern bei Williams den Titel holte. Dies könnte Kubica zum Vorteil gereichen, wenn dort ein Platz frei wird und Rosberg sich für die Rückkehr von Kubica stark macht. Zugegeben auch Jolyon Palmer wäre eine Option für Williams, wenn auch eher sehr unwahrscheinlich. Seine Performance im Laufe der Saison lässt doch stark zu wünschen übrig.

Andere Teams, andere Möglichkeiten

Neben Williams, ist auch noch ein Platz bei Toro Rosso frei, den weder Kubica noch Palmer in Beschlag nehmen können, da man bei Toro Rosso doch eher auf das hauseigenen Junior Programm zugreift. Bei Toro Rosso denkt man deshalb den Sitz an Pierre Gasly abzugeben, dieser wird dann Teamkollege von Daniil Kvyat, sofern Helmut Marko keinen besseren Ersatz für ihn findet. Dann wären nur noch die zwei Sauber Plätze frei. Eines davon wird man mit einem Ferrari Junior besetzen, wenn nicht sogar beide. Wenn also Charles Leclerc und Antonio Giovinazzi zu Sauber gehen, wären die beiden jetzigen Piloten gezwungen sich anderweitig um ein Cockpit umzusehen. Da beide Sponsorengelder mitbringen, wäre auch Williams eine Option.

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