Williams hat vor dem britischen High Court ein Gerichtsverfahren wegen eines verschollenen historischen Formel-1-Wagens eingeleitet.
Ein Exemplar des Modells FW23 aus dem Jahr 2001 – gefahren von Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher – war vom Team 2015 an Autotech Performance Ltd verliehen worden, um dort als Ausstellungsstück in der Werkstatt des Unternehmens zu dienen.
Bei dem Wagen, einem von neun FW23-Chassis, handelte es sich um das erste Williams-Fahrzeug aus der legendären Partnerschaft mit BMW zu Beginn der 2000er Jahre; zudem war es Montoyas erstes Formel-1-Auto nach seinem Wechsel aus der US-amerikanischen CART-Serie.
Im Jahr 2021 forderte Williams die Rückgabe des Wagens für die firmeneigene historische Sammlung, erhielt jedoch keine Antwort. In der Zwischenzeit wurde für Autotech ein Liquidationsverfahren eingeleitet; laut dem britischen Handelsregister (Companies House) wurde das Unternehmen am 22. November 2023 aus dem Register gelöscht.
Williams hat nun Klage gegen den verbliebenen alleinigen Geschäftsführer und Gesellschafter, Peter Thorpe, eingereicht und fordert entweder die Rückgabe des Wagens oder eine Zahlung von mehr als einer Million Pfund.
Thorpe soll das Fahrzeug aus der Werkstatt entfernt haben, nachdem er gegenüber den Liquidatoren erklärt hatte, der Wagen sei sein persönliches Eigentum und nicht – wie in der Vereinbarung von 2015 festgelegt – lediglich von Williams geliehen.
Der ehemalige Autotech Chef gibt an, er wisse nicht, wo sich der Wagen derzeit befinde; er habe im Oktober 2018 einen Schlaganfall erlitten, der zu Gedächtnisproblemen geführt habe.
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