Whiting: Rote-Flagge-Regel ist leicht einzuhalten

In Austin wurde Sebastian Vettel für das schnelle Fahren unter der roten Flagge mit einer Strafversetzung von drei Plätzen bestraft.

In Austin musste der Ferrari-Pilot eine Versetzung von drei Plätzen auf der Startaufstellung hinnehmen, da er am Freitag unter der roten Flagge nicht ausreichend gebremst hatte. Die Regel wurden in diesem Jahr noch deutlich verschärft. Obwohl die Onboard-Aufnahmen zeigten, dass Vettel deutlich gebremst hatte, war er dennoch zu schnell.

„Ich denke, es ist besser eine schnelle harte Regel zu haben, weil wir ständig gefragt werden, wie viel man verlangsamen muss.“, meint Whiting zu ‚Motorsport.com‘. „Es ist eine klare Grenze und es ist einfach diese einzuhalten. Ich denke, dass es ein Fahrerfehler war.“, fügt er hinzu.

Nicht der erste Vorfall

Aber dies ist in dieser Saison nicht das erste Mal, dass diese Strafe zur Anwendung kommt. Auch andere Fahrer tun sich schwer, die Vorgaben unter einer roten Flagge einzuhalten. „Wir hatten jetzt drei Fälle, in denen die Fahrer daran sich nicht daran hielten. Einer von ihnen war ein Fehler von einem Fahrer, der zugab, was er getan hatte, das war Daniel [Ricciardo] in Australien. Esteban [Ocon] war es in Suzuka und dieses Mal Seb.“, weiß der FIA-Renndirektor. Zudem ist es für ihn unverständlich, dass derselbe Fehler immer wieder gemacht wird, denn die Situation sei nicht anders als bei einer Safety-Car- oder VSC-Phase, da das gleiche System verwendet wird. „Ich weiß nicht genau, was sie getan haben oder warum sie nicht die Delta-Zeit eingehalten haben, aber sie scheinen es sehr gut zu schaffen, wenn das Safety-Car oder VSC draußen ist. Es ist ziemlich klar, da jede Ampel rot leuchtet. Es ist nicht so, als könnten sie es wirklich übersehen.“, meint Whiting.

Allerdings ließ man auch im Fall Seb Gnade walten, denn die FIA-Regeln sehen tatsächlich eine Strafe von fünf Plätzen vor, doch der Fall von Ricciardo stellt einen Präzedenzfall dar, da er in Australien auch eine mildere Strafe erhielt. Jedoch findet Whiting die Strafe an sich gerechtfertigt. „Wenn man es im kalten Licht des Tages betrachtet, ist es eine schlechte Sache, wenn man nicht genug unter einer roten Flagge verlangsamt, wie auch immer man es ansieht.“, meint Whiting abschließend.

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