Wenn der Start genügt….

170288Nico Rosberg hat sich eine Woche nach Belgien auch den Sieg beim Grand Prix von Italien geholt und knabbert weiter vom Vorsprung von WM-Leader Lewis Hamilton ab

Hamilton war im Qualifying komplett überlegen, watschte seinen Teamkollegen mit einer Bestzeit nach der anderen regelrecht ab. Doch dann versemmelte der WM-Führende den Start komplett und verlor so das Rennen. „Ich bin nicht gut weggekommen, hatte zu viel Wheelspin und danach war es schwer“, so der Brite. Rosberg sagte danke, zog vorbei und fuhr dann ein fehlerloses Rennen bis ins Ziel. „Ich hatte einen super Start und konnte den Sieg sicher heimfahren. Damit bin ich im WM-Rennen wieder zurück und werde nun erst recht angreifen“, strahlte Rosberg, der als erster Mann seit Rubens Barrichello 2009 nicht von der Pole Position aus gewann. Mit dem siebten Saisonsieg, dem 21. seiner Karriere, robbte der Deutsche sich bis auf zwei Zähler in der WM-Wertung an Hamilton heran.

XPB_8425b9218ae08530c6d1daf49583f67d-4Rote retten Ehre

Auch wenn Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen nicht um den Sieg mitfighten konnten, hielten sie die Tifosi mit einer guten Rennpace und den Plätzen 3 und 4 dennoch bei Laune. „Grazie a tutti. Ho fatto il massimo“, ließ Vettel übers Mikro wissen und hatte Recht. Mehr war für die Roten beim Heimspiel nicht drin, aber immerhin konnte die Pflicht erfüllt werden und auch Red Bull in der Hackordnung erneut hinter sich gehalten werden. „In Monza am Podium zu stehen, ist einmalig. Es ist das beste Podium der Welt. Wir kämpfen weiter und bemühen uns, aber der Tag, dass wir erneut gewinnen können, kommt immer näher“, verlieh Vettel den tausenden Ferraristi Hoffnung. Sein Chef, FIAT-Boss Sergio Marchionne war nicht wirklich glücklich: „Man muss nicht herumreden, wir haben unsere Ziele für heuer nicht erreicht. Eigentlich waren wir in Australien gut dabei, aber wir haben den Wagen nicht gut genug weiterentwickelt. 2016 ist nicht mehr viel Zeit für eine Trendumkehr, daher müssen wir wohl 2017 nochmals angreifen.“

McLaren Formula One driver Button of Britain listens to Williams Formula One driver Massa of Brazil during a news conference for the Brazil F1 Grand Prix in Sao Paulo  Zwei Große treten ab

Am Italien-Wochenende erklärten mit Jenson Button und Felipe Massa zwei absolute Rennlegenden, dass sie 2017 nicht mehr am Grid stehen werden. „JB“, Weltmeister von 2009, wird seinen Platz bei McLaren-Honda (vorläufig, wie er meinte) an Supertalent Stoffel Vandoorne abgeben. „Ich habe mein Leben über ein Jahrzehnt nach Bernie Ecclestone gerichtet. Diesen Sommer habe ich gesehen, wie schön es ist, einmal abschalten zu können. Das möchte ich mir nun etwas mehr ansehen“, so Button, der 2017 und 2018 als Ersatz- und Entwicklungsfahrer bei McLaren bleiben wird. Massa, der „Sekunden-Weltmeister“ von 2008, hängt den Helm nach 15 Jahren in der Königsklasse endgültig an den Nagel. „Ich bin sehr glücklich und dankbar für all das, was ich in dieser Zeit erlebt habe und erreichen durfte. Aber irgendwann kommt die Zeit, wo man das Ruder übergeben muss“, so der Brasilianer. Wer seinen Platz bei Williams bekommt, steht noch nicht fest – als Topanwärter werden das kanadische Formel 3 Talent Lance Stroll und Sauber-Brasilianer Felipe Nasr gehandelt.

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