Kommendes Wochenende startet die Formel 1 in Spanien in die „Europa-Saison“. „Ab jetzt zählt’s“, meinte Mercedes Aufsichtsrat Niki Lauda vor einigen Jahren. Doch für sein Team zählt’s schon längst, denn die einst so überlegenen Silberpfeile sind angezählt
Hamilton Führung täuscht
Auch wenn Titelverteidiger Lewis Hamilton bei jüngsten Rennen in Baku gewann und daher in der WM Wertung nach vier von 21 Läufen mit vier Punkten vor Sebastian Vettel führt, war der Saisonauftakt für die Dominatoren der letzten Jahre reichlich holprig. „Dass wir in Aserbaidschan gewonnen haben, lag an den Umständen. Wir waren einfach zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Aber wir sind immer noch hinten. Vom reinen Speed her ist Ferrari deutlich besser als wir,“ weiß der WM-Leader. Im Qualifying von Baku verlor Hamilton zwei Zehntel auf Vettel und Co. und Mercedes hat massive Probleme mit den Reifen. „Wir tun uns immens schwer, die Reifen ins richtige Temperaturfenster zu bekommen. Dadurch finden wir zu oft die Balance zwischen Vorder- und Hinterachse nicht und so fehlt es uns immer wieder an Grip.“ Aber Hamilton hat fürchtet, dass Ferrari noch mehr in petto hat. „Ich glaube, sie haben mehr Downforce als wir. Sie waren in Baku auf den Geraden etwas langsamer, aber in allen Kurven klar schneller. Im Mittelsektor waren sie immer drei, vier Zehntel vorne. Wir haben sicher nicht das schnellste Auto und wir müssen wirklich.“
Zurück im Testgelände
Barcelona ist eine der klassischen Teststrecken der Königsklasse. Bei den Formel 1 Wintertests war Mercedes dort eine Klasse für sich, weswegen auch Ex-Daimler-Tester Alex Wurz erwartet, dass sie „dort allen eine drüberzünden werden. Ich glaube, dort passt das Auto sehr gut. Das wird Mercedes-Territorium werden.“ Dieser Ansicht schließt sich auch Wurz-Landsmann und Mercedes Teamchef Toto Wolff an. „Beim Testen waren wir in Barcelona klar schneller als der Rest. Jetzt werden wir sehen, wie sich unser Tempo seither entwickelt hat und ob die Verschiebungen streckenspezifisch waren.“ Harte Arbeit, wie Hamilton sie fordert, sieht allerdings auch Wolff vor sich. „Wir müssen aber so oder so in vielen Gebieten aufholen. Momentan sieht es so aus, als sei der Ferrari das schnellere Auto und das wollen wir natürlich ändern.“
Inder wollen nachlegen
Mercedes-Kunde Force India machte sich in Baku mit dem ersten Podiumsplatz seit zwei Jahren und scheint auf dem Weg zurück, die vierte Kraft der Formel 1 zu sein. Dementsprechend kämpferisch gibt sich Sergio Perez, der Dritte von Aserbaidschan: “Natürlich war es glücklich, dass es in Baku am Ende zum Stockerlplatz reichte, aber es war kein Zufall, dass wir so weit vorne ankamen. Wir bekamen in diesem Rennen nichts geschenkt, sondern wir hatten einfach die Pace.“ Der Mexikaner ist überzeugt, dass sein Team trotz des schwachen Saisonstarts “das Beste hinter den Top 3 ist und wir schon bald wieder an der Konkurrenz vorbeiziehen werden.“ Aktuell liegt Force India mit 16 Zählern auf Rang 6 der Konstrukteurswertung, zwanzig Punkte hinter McLaren (36/4.) und Renault (35/5.). In der Vorsaison kamen Perez und Teamkollege Esteban Ocon in Barcelona als Vierter und Fünfter über die Linie.
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