Mirko Bortolotti führt derzeit die DTM an und gilt als einer der weltbesten GT3-Fahrer. Wieso schaffte es der „Wiener“ eigentlich nie in die Formel 1?
2009 holte Helmut Marko den damals 19-Jährigen in das Red Bull Junior Team, ein Jahr später wechselte Bortolotti in die Ferrari-Driver-Academy.
„Am realistischsten wäre es im Nachhinein betrachtet bei Red Bull gewesen, hätte ich dort meinen Weg erfolgreich weitergestaltet. Dann hätte ich wahrscheinlich die Chance auf ein Formel-1-Cockpit erhalten,“ gab Bortolotti deutschen Medien preis.
Der DTM-Star meint, dass man damals „bei Red Bull am fairsten mit den Fahrern umgegangen“ sei. „Für den ein oder anderen Fahrer sieht das vielleicht nicht so aus, weil er nicht das bekommen hat, was er sich erwartet hat.“
Bortolotti erklärt, dass bei Marko nur Leistung zähle. „Du weißt, woran du bist. Mir ist es lieber, jemand sagt mir ins Gesicht, was er von mir denkt und gibt klare Richtlinien. Deshalb zähle ich Helmut zu den Leuten, die knallhart sind. Es ist aber auch ein knallhartes Business.“
2010 entschied er sich in die Ferrari-Akademie zu wechseln, „weil mir Red Bull 2010 ein weiteres Jahr in der Formel 2 angeboten hätte. Ferrari war damals auf dem Papier die bessere Option, das hat sich aber nicht so herausgestellt.“
In der GP3-Saison holte Bortolotti doppelt so viele Punkte wie seine beiden Teamkollegen zusammen, wurde aber nur Gesamtelfter und mit Jahresende von Ferrari fallen gelassen. „Bei Ferrari war die Chance von Beginn an gering.“
2011 holte er in der Formel 2 überlegen den Titel und bekam einen Formel-1-Test mit Williams. „Mir war schon vor dem Abu-Dhabi-Test 2011 klar, dass das wohl der letzte Formel-1-Test werden wird. Es war letztlich ein Test als Siegerpreis – nicht mehr und nicht weniger. Man muss realistisch sein im Leben.“
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