Lewis Hamilton holte sich in Monza den nächsten Sieg, allerdings erst nach einer zweistündigen Verhandlung
Hamilton zeigte ein fehlerfreies Wochenende und dominierte sowohl Qualifying als auch Rennen. Vom Start weg wirkte er unantastbar und distanzierte Rivale Sebastian Vettel im Ziel um satte 25 Sekunden. Doch der Brite musste zwei Stunden lang um seinen Sieg zittern, denn der vor dem Rennen gemessene Druck seiner Reifen entsprach nicht dem Reglement. Am Ende entschied die FIA aber doch keine weiteren Schritte vorzunehmen, womit der Titelverteidiger nach 12 von 19 Rennen 53 Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen und ärgsten Verfolger Nico Rosberg hat.
„Wir sind sehr zufrieden, dass wir hier durch Lewis in Monza gewinnen konnten. Da wir durch die Nachricht über den Reifendruck während des Rennens beunruhigt waren, entschlossen wir uns Lewis einen größeren Vorsprung herausfahren zu lassen, denn Strafen sind üblicherweise 10 bis 20 Sekunden“, erklärte Mercedes Technikchef Paddy Lowe. Teamboss Toto Wolff fügte hinzu: „Wir sind froh, dass die FIA keine Strafe ausgesprochen hat, denn wir sind nicht der Meinung etwas falsch gemacht zu haben. Für Nico ist es sehr schade, dass er zwei Runden vor Ende seinen Motor verlor. Das Aggregat war im sechsten Rennen und wir haben alles riskiert, damit er (Sebastian) Vettel noch einholen kann.“
Williams muss üben
Hamilton siegte vor „Lokalmatador“ Vettel im Ferrari und Williams-Pilot Felipe Massa. Letzterer hatte Dank des Fehlers von Kimi Räikkönen und eines eigenen Raketenstarts gleich gute Chancen auf einen Podestplatz. Doch seine Boxencrew brauchte im Vergleich zur Konkurrenz gut eine Sekunde länger zum Reifenwechsel, wodurch der Brasilianer zurückfiel. Erst als Rosbergs Motor in die Luft ging, rutschte Massa wieder aufs Podium und behielt dieses nach einem rundenlangen Infight mit Teamkollege Valtteri Bottas. „Leute, für solche Art von Aufregung bin ich langsam zu alt“, lachte der 34-Jährige am Ende des Tages doch noch.
Renault sorgt für Unklarheit
Auch wenn Vertragsverhandlungen der Fahrer so gut wie abgeschlossen sind, so ist die Motorenfrage noch nicht bei allen Teams eindeutig. Red Bull Racing möchte statt Renault 2016 Mercedes-Motoren, Toro Rosso Ferrari-Aggregate. Renault selbst will wieder ein Werksteam an den Start bringen, doch der Topkandidat Lotus F1, das ja aus dem letzten eigenen Rennstall der Franzosen hervorging, hat einen Motorenvertrag mit Mercedes am Laufen. In Paris werden gar schon Überlegungen laut, ob man unter der Federführung von Alain Prost nicht ein ganz neues Team aufstellen soll. Fortsetzung folgt.
Dicke Luft bei Ho
nda
Fernando Alonso ging zur Saison 2015 zu McLaren-Honda, denn er wollte nicht immer WM-Zweiter werden. Bei Ferrari war der Spanier Vizeweltmeister 2010, 2012 und 2013. Doch anstatt einen Angriff auf den Titel launchen zu können, gurkt Alonso am Ende des Feldes herum, ohne jede Chance auf Punkte, geschweige denn einen Podestplatz oder gar Sieg. „Auf einem Kurs mit sechs Kurven verlieren wir drei Sekunden auf der Geraden. Das ist einfach nicht akzeptabel. Schon in Spa war unsere Vorstellung fast peinlich“, wetterte der Asturier. McLaren Renndirektor Eric Boullier unternahm auch keinen Versuch Honda F1 Boss Yasuhisa Arai vor den ihn harsch mit Fragen beschießenden Journalisten zu verteidigen. Ein absoluter Affront, denn der stolze Japaner verlor dabei sichtlich sein Gesicht, eine Todsünde in seiner Heimat.
Mick Schumacher freut sich besonders auf Ovalrennen
Mick Schumacher ist endgültig im US-Motorsport angekommen und freut sich besonders auf die Ovalrennen
Hill glaubt an Sensation durch Aston Martin
Damon Hill glaubt, dass das Aston Martin Aramco Formula One Team 2026 „die große Überraschung“ sein könnte und erinnert dabei an Brawn GP.