Jacques Villeneuve konnte nicht glauben, dass die F1-Strategen von Ferrari, die „angeblich auf Top Niveau sind“, beim Ungarn GP so daneben liegen konnten.
Die Scuderia sorgte für viel Hohn und Spott, nachdem sie Leader Charles Leclerc am Hungaroring mit einer falschen Strategie um den möglichen Rennsieg brachte. Das Team zog beim Monegassen für den zweiten Stint die harten Reifen auf, die erwiesenermaßen nicht funktionierten.
Teamchef Mattia Binotto rang nach dem Rennen nach Erklärungen und hielt daran fest, dass „die Simulationen ergeben hätten, die harten Reifen würden den Mediums nach gut zehn Runden überlegen sein.“
Villeneuve konnte darüber nur den Kopf schütteln und meinte, Ferrari hätte den Fehler erkennen können, wenn sie sich einfach angesehen hätten, was auf der Strecke vor sich geht.
„Die Formel 1 ist die Königsklasse, alles ist auf Top-Niveau. Nicht nur die Fahrer, sondern auch die Mechaniker, Ingenieure und Strategen. Wie können mehrere Teams, nicht nur Ferrari, die Entscheidung treffen, sich für die harten Reifen zu entscheiden?“
„Und bei Ferrari zu einem Zeitpunkt, wo schon Alpine bewiesen hatte, dass es ein beschissener Reifen ist. Schauen die sich das Rennen nicht an oder wie?“
Ferrari war nicht das einzige Team, das am Sonntag mit harten Reifen fuhr – McLaren, Haas und Alfa Romeo taten dasselbe. Dabei war Lando Norris der einzige Fahrer, der mit den harten Gummis zurechtkam.
„Etwas ist schrecklich schiefgelaufen. Es ist unverständlich, dass so etwas in einem Sport passiert, in dem nur die Besten der Besten arbeiten,“ so Villeneuve weiter.
„Für den Piloten ist das extrem frustrierend. Und so kannst Du natürlich auch keinen Sieg oder gar einen Titel holen.“
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