Mit einem absolut souveränen Lauf sicherte sich Sebastian Vettel den 50. Grand Prix Sieg seiner Karriere und übernahm damit auch die Führung in der Gesamtwertung
Als ihm Fotomodell Winnie Harlow eine Runde vor Schluss bereits die karierte Flagge gezeigt wurde, staunte Sebastian Vettel nicht schlecht, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und spulte auch die letzte Runde ebenso sicher ab, wie die restlichen zuvor. Der Deutsche war in diesem Rennen vom Start weg der klar überlegene Mann und dominierte die Konkurrenz nach Belieben. „Ein Rennen, wie wir es heute hatten, ist unglaublich. Wir haben hier lange nicht gewonnen und diesmal konnten wir die Fans glücklich machen“, so Vettel. „Es ist schön wieder vorne zu sein, aber die WM ist noch lange. Ich bin einfach stolz hier als Ferrari-Pilot zu gewinnen, der Heimat von Gilles Villeneuve.“ In der Gesamtwertung liegt der Deutsche nun mit 121 Punkten genau einen Zähler vor Lewis Hamilton, der diesmal nur Fünfter wurde.
Silberne selbst schuld
Dass Hamilton die Führung in der WM-Wertung abgeben musste, ist vor allem die Schuld seines Arbeitgebers. Denn Mercedes verzockte sich zunächst bei der Reifenwahl für den Kanada GP, hatte zu wenige Hypersoft-Reifen, bescherte dem Briten einen Power Unit Defekt, und versemmelte den Boxenstopp von Valtteri Bottas. In der Saison 2018 zeigt sich immer mehr, dass die Silbernen in den letzten Jahren doch keine so großartigen Strategen waren, sondern vor allem die Dienstwagen so überlegen waren, dass Strategie- und andere Fehler überdeckt wurden. „Ich habe alles probiert, aber Ferrari war einfach zu schnell. Am Ende ging mir der Sprit aus und ich war froh vor Max zu bleiben“, so Bottas. Teamchef Toto Wolff war not amused: „Es ist für uns ein Scheißresultat. Es ist für uns eine ganz starke Strecke und wir haben von Anfang an Fehler gemacht. Wir müssen endlich aufwachen, weil wir fallen in allen Bereichen zurück.“
Bullen noch nicht dran
Trotz der Ausbaustufe des Renault-Motors konnte Red Bull Racing auf der Powerstrecke in Montreal noch immer nicht ganz mit Ferrari und Mercedes mithalten. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass das französische Aggregat nur mit dem Sprit von Total die 30 Zusatz-PS liefert. Aber mit dem Esso Benzin von RBR gibt’s nur 12 Pferdestärken oben drauf. „Das Rennen war nicht schlecht. Ich musste leider früh rein, weil der Hypersoft-Reifen schnell hinüber war. Gegen Rennende hatte ich eine tolle Pace. Das macht Mut“, strahlte Max Verstappen dennoch, der seine vielen Kritiker verstummen ließ. „Leider ist es hier sehr schwer zu überholen, weswegen Max am Schluss mit Topspeed nicht mehr an Bottas vorbeikam. Aber wir sind absolut zufrieden“, freute sich Motorsportdirektor Helmut Marko.
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