Nach seinem Sieg beim Saisonauftakt in Melbourne legte Ferrari-Star Sebastian Vettel mit dem nächsten Erfolg in Bahrain nach, Toro Rosso überrascht als Vierter
Dank eines unglaublichen Reifenmanagements holte sich Sebastian Vettel den zweiten Sieg im zweiten Rennen der Saison 2018. Der Deutsche rettete seine Führung mit 39 Runden alten Softreifen in einem unglaublichen Showdown ins Ziel. „Ich hatte alles unter Kontrolle bis die Reifen 10 Runden vor Schluss komplett einbrachen. Ich habe versucht, so sauber wie möglich zu fahren und bin überglücklich, dass ich den Sieg noch über die Linie gebracht habe“, strahlte Vettel. Mit diesem Sieg ist der vierfache Champion nicht nur der erfolgreichste Fahrer im Wüstenstaat, sondern auch WM-Favorit, glaubt man der Statistik. Denn seit 1982 wurde kein Pilot mehr nicht Weltmeister nachdem er die ersten beiden Saisonrennen gewonnen hatte.
Ferrari-Mechaniker böse verletzt
Ganz anders verlief das Rennen von Vettels Teamkollegen Kimi Räikkönen. Der Finne büßte gleich am Start seinen zweiten Platz gegen Landsmann Valtteri Bottas ein und hinkte dann immer etwas hinter dem Führungsduo her. Beim Boxenstopp wurde Räikkönen dann durch einen Signalfehler an der Ampel zu früh abgelassen und fuhr einem Mechaniker voll über das Bein. „Ich bekam Grün und fuhr los. Das ist natürlich unglücklich gelaufen und ich hoffe, dass es ihm einigermaßen gutgeht“, so Räikkönen.
Mercedes nicht stark genug
Valtteri Bottas wurde guter Zweiter, hätte aber sogar gewinnen können, hätte er seine Attacke etwas früher gestartet. „Ich war auf der harten Mischung und habe alles versucht, um ihn zu erreichen. Am Ende war er formatfüllend vor mir, aber es ging sich nicht mehr aus. Nächstes Mal erwische ich ihn!“ Weltmeister Lewis Hamilton betrieb nach seiner Strafversetzung am Grid Schadensbegrenzung und kämpfte sich in den Schlussrunden noch aufs Podium. „Zuerst muss ich Seb gratulieren, denn er hat einen tollen Job gegen Valtteri gemacht. Ich bin mit dem Podium zufrieden, denn immerhin konnte ich nur von P9 losfahren. Die Saison ist noch lange. Es gibt also noch genug Zeit anzugreifen.“ Mercedes Teamchef Toto Wolff ärgerte sich wiedermal: „Es wäre am Ende mehr drin gewesen, wenn wir zwischendrin etwas mehr Gas gegeben hätten. Aber man darf nicht unbescheiden sein. Wir hatten nämlich auch Glück, dass die beiden Red Bull ausgeschieden sind.“
Sensation durch Gasly
Trotz des großartigen Fights an der Spitze war der Mann des Wochenendes aber ein ganz anderer – der Franzose Pierre Gasly in Diensten von Toro Rosso. Der Youngster überraschte nicht nur im Qualifying mit Platz 5, sondern hielt die Pace im Rennen und wurde schlussendlich Vierter! „Dieser Erfolg ist absolutes Teamwork. Die Pace war super und ich konnte heute Vollgas fahren. Momentan habe ich es noch gar nicht realisiert“, grinste Gasly bis über beide Ohren. Das Ergebnis ist auch eine Bestätigung für den neuen Motorenlieferanten Honda.
Sauber punktet
Der viel gescholtene Paydriver Marcus Ericsson holte nach 50 Rennen erstmals wieder Punkte. Der Schwede fuhr ein tolles, fehlerfreies Rennen und sichert sich und seinem Sauber Alfa Romeo Team wichtige Punkte.
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