Max Verstappen musste nach dem Ungarn GP viel Negatives einstecken. Nun äußert sich der dreifache Weltmeister zu der Kritikwelle.
„Was viele Leute nicht verstehen, ist, dass wir in diesem Team sehr offen miteinander umgehen. Und es gibt immer Diskussionen im und nach einem Rennen, nur hören die meisten Menschen die nicht in vollem Umfang.“, stellt er klar.
„Unsere Strategie hat sich nicht als die richtige erwiesen, das haben wir thematisiert, dann gucken wir nach vorne.“, meint Verstappen. „Ich bin sehr erfolgsorientiert, und diese Einstellung teile ich mit dem ganzen Team. Wir wollen perfekt arbeiten, und dann kommt vielleicht ein Sieg heraus. Mir ist klar, dass wir nicht immer fehlerfrei arbeiten können, und wenn es mal nicht so gut läuft, dann bin ich der Ansicht, dass man seine Frustration mitteilen sollte.“
Dazu gekommen sei dann auch noch das Adrenalin während des verkorksten Rennens. „Du steckst mitten in einem Rennen, es läuft nicht so wie erhofft, du bist enttäuscht, klar kann da der Ton auch mal rauer werden. Nach dem Grand Prix bringen wir ganz offen auf den Tisch, was nicht optisch gelaufen ist und lernen daraus etwas.“, erzählt der Niederländer.
Bezüglich des Sim-Racing-Verbots, ausgesprochen von Motorsportberater Helmut Marko vertritt Verstappen auch seine eigene Meinung.
„Nun, es ist nichts Neues, dass ich bis morgens um drei in der Simulation sitze. Die Leute müssen sich keine Sorgen machen, es sind keine weiteren Sim-Rennen angesetzt. Aber es ist doch immer so – wenn es mal nicht gut läuft, dann knüpfen einige Menschen das dort daran, dass ich eben so lange im Simulator saß oder dass ich angeblich zu schwer sei oder sonst etwas Erfundenes.“, meint er. „Fakt ist: Ich fuhr auch in Imola bis spät in die Nacht eine Simulation und dann habe ich den Grand Prix gewonnen. Und ich hatte auch genug Schlaf. Ich fahre seit 2015 Sim-Rennen und weiß genau, wie ich meine Kräfte einteilen muss. Nach den ersten drei WM-Titeln sollte ich so langsam wissen, was ich mir zutrauen darf.“
Vertrauen und Kommunikation seien für ihn ein ganz wichtiger Teil der Arbeit. „Wir müssen so ehrlich miteinander umgehen können, dass auch harte Worte fallen dürfen. Vielleicht ist das ein Zeichen unserer Zeit, dass einige Menschen offenbar mit Kritik nicht mehr umgehen können. Und pardon, so politisch korrekt will ich nicht sein.“, stellt der 61-fache GP-Sieger klar. „Ein weiterer Aspekt in diesem Zusammenhang: In anderen Sportarten fällt auch mal ein Fluch, aber diese Athleten tragen kein Mikro vor dem Mund. Ich meine, da erhält ein Spieler im Fußball den Pass nicht und bestimmt fällt auch mal ein Wort über den Mitspieler, aber niemand hört es. Bei uns ist Kommunikation mit der Mannschaft in der Box nun mal Teil der Arbeit, und einen Teil davon bekommen die Menschen nun mal zu hören.“
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