Toto Wolff: „Topteams sollten 3 Autos haben!“

Wenn es nach Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ginge, sollte es den Topteams erlaubt werden, mit einem zusätzlichen Auto anzutreten, um dadurch junge Fahrer ins Team aufnehmen zu können.

Mercedes, Ferrari und Red Bull haben im Hintergrund Junior-Programme laufen, Red Bull hat mit Toro Rosso auch ein eigenes F1-Team, um junge Piloten „auszubilden“. Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo, Max Verstappen, Carlos Sainz und Pierre Gasly sind fünf Fahrer, die über das Red Bull Junior-Programm in die Formel 1 kamen. Ferrari hat seinen Junior Charles Leclerc für 2018 bei Sauber platziert, angeblich steht der junge Monegasse bereits kurz vor einem Ferrari-Deal für 2019.

Allerdings hat Mercedes mit seinem Programm zu kämpfen, die Silbernen haben beispielsweise Pascal Wehrlein bei Manor und Sauber untergebracht, der Deutsche Mercedes-Junior flog dann jedoch aufgrund der Tatsache, dass es kein freies Cockpit für ihn gab, aus der Formel 1. Dasselbe Schicksal scheint nun auch Esteban Ocon zu drohen, obwohl er bisher bei Force India eine starke und solide Leistung gezeigt hat.

Wolff: „Die großen Teams gehen kein Risiko ein“

Toto Wolff appelliert an die F1, den Topteams den Einsatz eines dritten Autos zu erlauben, damit deren Junior-Fahrer eine Chance erhalten. „Die großen Teams sind nicht bereit, mit jungen Fahrern ein Risiko einzugehen“, sagt der Österreicher. „Jetzt könnte man sagen: ‚Naja, das ist langweilig.‘ Ich finde es langweilig! Wir sollten Risiken eingehen, wir sollten 18- oder 19-jährige Talente in ein Top-Auto setzen und denen eine Chance geben. Das Problem ist aber, wenn man eine Fahrer- oder Konstrukteursmeisterschaft verliert, weil diese Piloten in einer Lernkurve sind, dann ist das natürlich nicht, was wir wollen.“

Wolffs Vorschlag lautet daher: „Gebt uns ein drittes Auto und macht es zwingend erforderlich, einen jungen Fahrer mit maximal 2 Jahren Erfahrung in dieses Auto zu setzen! Die Kosten dafür wären nicht riesig, der Grid wäre voll und wir hätten eine fantastische Show mit ‚New Kids on the Block‘, die sich mit den Lewises und Valtteris dieser Welt messen und uns vielleicht auch überraschen.“

Mercedes-Junior-F1-Team für Wolff kein Thema

Wolff will nicht den Weg von Red Bull gehen und in ein Mercedes-Junior-F1-Team investieren: „Jedes Jahr 80 bis 100 Millionen Dollar in ein Junior-Team zu stecken, nur um die jungen Fahrer an Ort und Stelle zu halten, ist nicht das, was ich möchte“, sagte der 46-jährige.

 

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