Liberty Media hat nach der Übernahme der F1 bis zu 25 Rennen pro Saison in Aussicht gestellt – mit dem Ziel, mehr Geld zu verdienen. An diesen Einnahmen verdient allerdings nicht nur Liberty, sondern auch die Teams. Trotzdem fordert nun nach Renaults Abiteboul auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff die Anzahl der Rennen zu reduzieren.
Wird der Kalender zum Beispiel um ein Rennen erweitert, dessen Promoter eine jährliche Gebühr von 40 Millionen US-Dollar an die FOM (Formula One Management) überweist, so bleiben davon im Schnitt mehr als zweieinhalb Millionen bei jedem der zehn Teams hängen. Wobei die größeren Teams mehr Geld abbekommen, als die kleinen.
Renault-Mann Cyril Abiteboul war im Sommer der Erste, der auf weniger Rennen pro Saison plädierte, Unterstützung bekommt er nun auch von Toto Wolff. Gegenüber dem Nachrichtenmagazin ‚Der Spiegel‘ sagte der Mercedes Teamchef, dass 15 Rennen im Jahr ausreichen würden.
Wolff: „Ich würde die Zahl der Rennen reduzieren, um die WM zu einem exklusiveren Event zu machen. Statt 21 nur noch 15 oder 16 Grands Prix. Das bedeutet kurzfristig weniger Einnahmen, aber langfristig wird das Produkt exklusiver und wertvoller.“
Abiteboul ist der Meinung, dass eine solch lange Saison einfach zu anstrengend ist. Im Interview mit ‚Motorsport-Total.com‘ argumentiert er: „Wie sollen wir den gleichen Enthusiasmus ausstrahlen wie früher, als sie noch 15 Rennen gefahren sind, wenn wir alle müde und erschöpft sind? Ohne diese Energie ist es schwierig, den Funken überspringen zu lassen. Es ist Routine für uns. Es sollte aber kein alltäglicher Job sein.“
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