Tost rät Sauber von Verpflichtung Bortoletos ab

Die Fahrerpaarung für 2025 bei Sauber steht fest. Gabriel Bortoleto wird an der Seite von Nico Hülkenberg um Punkte kämpfen. Ex-Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost sieht im Rookie ein Risiko.

„Bortoleto ist eine Risiko-Entscheidung. Er hat zwar bisher einen guten Job in den Nachwuchsklassen gemacht, aber der Sprung in die Formel 1 ist gewaltig. Die Autos sind bei trockenen Bedingungen relativ einfach zu fahren, aber im Regen von Sao Paulo hat man gesehen, was den anderen hochgelobten Nachwuchspiloten passiert ist: Oliver Bearman war öfter neben der Strecke und wirkte meistens überfordert. Und Franco Colapinto hatte zwei heftige Unfälle. Das kostete Williams Millionen. Auch politisch gesehen wäre es eine äußerst unglückliche Entscheidung.“, findet Tost.

Der Rookie, der eigentlich aus dem McLaren-Nachwuchskader kommt, wird nun für mehrere Jahre von Sauber/Audi beansprucht. Der Brasilianer soll im Hintergrund von Fernando Alonso sowie Flavio Briatore beraten werden. Letzterer hätte Audi-Projektleiter Binotto empfohlen, sich für seinen Schützling zu entscheiden.

„Sie hätten einen anderen Weg gehen und lieber Mick Schumacher verpflichten sollen.“, meint Tost. „Mich ist ebenfalls noch jung und hat beide entscheidenden Nachwuchsklassen gewonnen, was Bortoleto noch nicht geschafft hat. Dazu kommt: Er ist sehr schnell, hat sich in seinen beiden Jahren im Haas-Team kontinuierlich gesteigert und verfügt jetzt in seiner Funktion als Testfahrer über viel Kilometer-Erfahrung mit den aktuellen Formel-1-Autos.“

Der Österreicher würde in diesem Fall auf die „Deutschland-Karte“ setzen, denn „so kann man am ehesten Formel-1-kritische Angestellte zurück ins Boot holen.“

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