Genau zehn Jahre nachdem Nico Rosberg beim GP von Bahrain debütierte holt sich der Deutsche am Wochenende seinen ersten Sieg im arabischen Inselstaat
2006 feierte Nico Rosberg seinen Einstand in der Königsklasse, markierte im Williams die schnellste Rennrunde. Zehn Jahre später fuhr er überlegen zum Sieg auf dem Bahrain International Circuit, seinem saisonübergreifend fünften Erfolg hintereinander, womit er nun einem sehr erlesenen Kreis von Piloten gehört. „Es war ein tolles Wochenende. Der Schlüssel war der Start, denn danach konnte ich das Rennen kontrollieren“, war er dementsprechend zufrieden.
Teamkollege Lewis Hamilton verlor das Sprintduell von der Linie und wurde dann von Williams-Pilot Valtteri Bottas gerammt. Sein Bolide war danach waidwund und sein Team nicht sicher, ob es bis ins Ziel reichen würde. „Ich kam am Start nicht wirklich weg, dann schoss mich Valtteri ab. Aber wir konnten zurückkommen und noch gute Punkte einfahren“, so der Champion. „Nico hat einen richtigen Lauf. Für Lewis war es unglücklich, aber wir können froh sein, dass das Auto gehalten hat,“ strahlte Mercedes Chef Toto Wolff.
Ferrari top, Williams flop
Hinter Rosberg kam Bahrain-Spezialist Kimi Räikkönen auf Ferrari ins Ziel. Der „Iceman“ wurde zum fünften Mal Zweiter im Inselstaat. „Mein Start war mies und daher musste ich mich hinter Nico anstellen. Ich hatte guten Speed, aber nicht gut genug um zu gewinnen. Leider hatte Sebastian (Vettel) schon zu Beginn diese Probleme.“ Vettel, der von P3 losgefahren wäre, erlitt in der Aufwärmrunde einen Motorschaden. „Kimi ist sehr gut gefahren und ohne seinen Fehler am Start wäre vielleicht noch mehr möglich gewesen. Es tut mir aber sehr leid für Sebastian“, war Ferrari Boss Maurizio Arrivabene nicht wirklich happy.
Williams gehört zu den Geschlagenen des Wochenendes, denn Bottas verhaute sein Rennen durch den Check an Hamilton – als Folge gab’s eine Durchfahrtsstrafe – selbst. Stallgefährte Felipe Massa kam aber auch nicht auf Touren und musste sich mit einem müden achten Rang begnügen. „Wir haben einfach zu viele Probleme mit der Hinterachse. Die Reifen bauen aktuell zu schnell ab“, ließ Renndirektor Rob Smedley wissen.
Viele Überraschungen
Für die nächste Sensation sorgte Romain Grosjean, der seinen sechsten Platz aus Australien toppte. Der Franzose brachte den Haas F1 diesmal auf P5 ins Ziel. „Einfach fantastisch!“ Der Ersatzmann für den verletzten Fernando Alonso, der belgische Rookie Stoffel Vandoorne, kam in seinem ersten Formel-1-Rennen als 10. in den Punkten an.
Deutschlands Supertalent Pascal Wehrlein fightete mit seinem Manor großartig und landete als 13. nur ganz knapp außerhalb der Punkteränge. „Wir konnten mit Sauber und Force India kämpfen, was wohl keiner erwartet hatte. Daher können wir sehr zufrieden sein“, so Wehrlein.
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