Wie sich Red Bull in der kommenden Formel 1 Saison mit dem neuen Motorenpartner Honda schlagen wird bleibt abzuwarten. Toro Rosso Teamchef Franz Tost ist derzeit mit den Fortschritten der Japaner zufrieden.
Nächste Saison wird auch Red Bull mit Honda-Motoren an den Start gehen. Das Red Bull B-Team fährt bereits seit dieser Saison mit Aggregaten der Japaner und bis jetzt kann Franz Tost nicht meckern. Die aktuellen Fortschritte sind gut und auch mit der Zusammenarbeit funktioniert es „sehr gut“.
„Für den Kanada-Grand-Prix hatten sie uns ein Update mit 30 PS mehr versprochen – und wir haben 30 PS mehr bekommen.“, verrät Tost im Gespräch mit „motorprofis.at“ und er erklärt weiter: „Die Vertrauensbasis ist absolut da, und wir erleben, dass Honda mit sehr viel Engagement und mit sehr großer Leidenschaft dabei ist und zeigen will, dass sie in der Formel 1 sehr gute Arbeit verrichten können.“
Toro Rosso fungierte für die Red Bull Entscheidung als Testballon, und wie man sieht, ist man mit den Ergebnissen beim B-Team zufrieden: „Bei uns war es so, dass wir uns von Tag eins an auf Honda eingestellt haben. Zum einen waren wir in intensivem Kontakt sowohl mit Honda in Japan als auch mit deren Fabrik in Milton Keynes. Da waren viele Besuche und Gegenbesuche und intensive Gespräche.“
Zudem hat man bei Toro Rosso alles getan, um die Zusammenarbeit so positiv und angenehm wie möglich zu gestalten: „Zum anderen haben wir Experten geholt, die uns im richtigen Umgang mit Kollegen aus Japan geschult haben: Was ist ihnen wichtig? Worauf legen sie Wert? Was meinen Sie, wenn sie bestimmte Dinge sagen? Was muss man über ihre Kultur wissen? Damit haben wir uns intensiv auseinandergesetzt. Und mit ihnen auch immer sehr offen gesprochen.“
Bis jetzt kann das Toro-Rosso-Team positive Bilanz von der Honda-Partnerschaft ziehen. Ein Debakel wie mit McLaren-Honda scheint sich hier nicht einzustellen. Von außen betrachtet funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Toro Rosso und Honda um einiges harmonischer, daher versteht Tost nicht, was genau bei der Partnerschaft mit McLaren schief gelaufen ist: „Ich kann nicht beurteilen, was dort schief gelaufen ist. Es ist nicht meine Aufgabe, über andere zu urteilen. Grundsätzlich war ich schon 2013 bei Honda in Japan, und ich habe sie gewarnt, dass die Pläne zu ambitioniert sein dürften.“
Laut Tost hätte sich Honda mit der Rückkehr mehr Zeit lassen sollen. Stattdessen erlebte Honda ein Comeback-Debakel: „Es ist extrem schwer, in der Formel 1 einen Rückstand aufzuholen. Wenn du einmal hinten bist, macht das Entwicklungstempo der anderen es fast unmöglich, näher zu kommen, so viel du auch investierst.“ Tost kann also über die Zusammenarbeit mit den Japanern „nur das Beste“ sagen. Laut seinen Aussagen, halten sie, was sie versprechen. Natürlich will auch Red Bull unter diesen günstigen Voraussetzungen davon profitieren.
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