„Der Konzern wollte in vielen Bereichen des Rennstalls die Kontrolle haben. Mehr als ich jemals zuvor gesehen habe.“, erklärte der vor kurzem geschasste Alpine F1 Teamchef Otmar Szafnauer.
Der Amerikaner war erst im vergangenen Jahr von Aston Martin Aramco Cognizant zu Alpine gekommen. Doch das Projekt lief von Beginn weg nicht rund, wie er SiriusXM verriet.
„Der kommerzielle Bereich, der Marketingbereich, HR, Finanzen, Kommunikation, all diese Dinge wurden nicht mir, sondern jemandem in der größeren Organisation um mich herum unterstellt. Sie agierten wie eine Marine, aber wir müssen Piraten sein, um zu gewinnen.“, unterstreicht Szafnauer, dass der Konzern den falschen Ansatz für die Formel 1 wählte.
„Mercedes oder Red Bull haben die Personalabteilung, die Finanzen, alle kommerziellen Aspekte und die Kommunikation Toto (Wolff) und Christian (Horner) übergeben. Wir taten das nicht.“
Ein riesiger Konzern sei laut Szafnauer viel zu träge und fachlich zu wenig kompetent, um auf das rasante Tagesgeschäft in der Königsklasse zu reagieren.
„Wenn man in der F1 jemanden anheuert und innerhalb eines Tages einen Vertrag abschließen muss, kann man sich nicht zwei Wochen Zeit lassen. Wenn es so lange dauert, ist der Mitarbeiter schon woanders hingegangen.“
Die Zusammenarbeit zwischen ihm und Alpine/Renault zerbrach letztlich an den überzogenen Erwartungen des Konzerns.
„Die Führungsspitze von Renault, CEO Luca de Meo, wollte sofortigen Erfolg, aber so funktioniert das leider nicht. Ich habe darauf hingewiesen, dass es Zeit braucht und einen nötigen Prozess gibt. Ich bin 26 Jahre in der Formel 1. Ich denke also, dass ich eine gewisse Erfahrung habe, was man braucht, um ein Team umzukrempeln. Aber das dauerte ihnen zu lange.“
„Ich konnte einem unrealistischen Zeitplan nicht zustimmen, denn wenn man das tut, ist es nur eine Frage der Zeit und jeder wird frustriert. Also habe ich einen sehr realistischen und möglichen Plan aufgestellt und den wollten sie nicht.“
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