WM-Leader Sebastian Vettel will beim Russland Grand Prix wieder ganz oben stehen
„Wir müssen den Druck auf unsere Gegner, allen voran Lewis (Hamilton) hochhalten“, ließ Sebastian Vettel wissen. Der Ferrari-Star führt nach seinem Sieg beim Grand Prix von Bahrain die WM-Fahrerwertung mit sieben Zählern Vorsprung auf Hamilton an und möchte nun in Sotschi nachlegen. Vermutungen, dass seine „Gina“, besonders gut bei hohen Temperaturen, wie eben in Bahrain oder auch beim Saisonauftakt in Melbourne, läuft, schmettert der Deutsche ab: “Die Temperatur in Russland sollte für uns kein Hindernis darstellen. In China war es kalt und dennoch waren wir voll bei der Musik dabei. Unsere größte Stärke neben dem schnellen Wagen war bislang die perfekte Strategie. Wenn wir daran anknüpfen, haben wir alle Chance wieder ganz oben am Treppchen zu stehen.“
Kein Stress bei Silber
Bei Mercedes nimmt man die Kampfansage eher gelassen. „Seb ist der WM-Leader und natürlich will er das auch bleiben. In den ersten drei Rennen waren die Fights immer eng und das erwarten wir auch in Sotschi. Unsere Bilanz dort ist hervorragend, denn wir haben alle bisherigen Rennen gewonnen, zweimal sogar als Doppelsieg“ entgegnete Mercedes-Teamchef Toto Wolff. 2014 und 2015 siegte jeweils Lewis Hamilton, 2016 war Nico Rosberg auf der Rennstrecke in der russischen Olympiastadt erfolgreich.
Unzufriedenheit bei den Bullen
Nicht nach Wunsch verlief der Saisonstart bei Red Bull Racing, besonders für Daniel Ricciardo, der 2017 eigentlich um den WM-Titel mitfighten wollte. Nachdem es bislang immer hieß, dass der Renault-Motor der Grund für die mangelnden Siegchancen der Renndosen wäre, kritisierte der Australier nun erstmals auch das Chassis seines Dienstwagens. „Der Rückstand auf die Spitze scheint derselbe zu sein, wie auch schon in den letzten beiden Jahren. Aber ich weiß, wozu wir fähig sind, wenn der Motor schwächer, aber das Chassis klar besser ist als bei der Konkurrenz. Das haben wir in der Vergangenheit bewiesen, aber da sind wir aktuell nicht.” Ricciardo ist sicher, dass Red Bull die Aerodynamik besser ausnützen kann, “wenn wir vollends verstanden haben, wie die Reifen funktionieren. Sobald wir die Reifen auf Temperatur gebracht hatten, schlug die Aero auch richtig an und wir konnten 0.8 Sekunden auf Mercedes wie nichts wettmachen.“
Lachnummer Honda
Für unfreiwillige Komik sorgte wieder einmal McLarens Motorpartner Honda, der nach den Testfahrten in Bahrain allen Ernstes erklärte, man “arbeite in die richtige Richtung.” Honda hatte vier Versagen der MGU-H Einheit allein am Bahrain Wochenende, die schließlich dazu führten, dass Stoffel Vandoorne sogar auf den Start verzichten musste. Zu Beginn der Testfahrten auf dem Bahrain International Circuit, rollte McLaren-Entwicklungsfahrer Oliver Turvey nach nur zwei Runden mit dem nächsten Wasserleck in der ERS Einheit aus. Als Vandoorne am Schlußtag dann 81 Runden am Stück abspulte, traute man kaum seinen Augen und Honda Chefingenieur Satoshi Nakamura klammerte sich umgehend an diesen Strohhalm: „Infolge der Schwierigkeiten mit der MGU-H Einheit, haben wir uns darauf konzentriert, das Problem zu analysieren. Wir haben Gegenmaßnahmen getroffen und Stoffels Performance beweist, dass sie richtig waren. Wir sind gegenüber der Konkurrenz noch im Hintertreffen, aber sehr zuversichtlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Unser Motor hat sehr viel Potenzial und wir wollen die Lücke so rasch wie möglich schließen.”
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