Stroll trauert Massa nicht hinterher

Lance Stroll behauptet, Ex-Teamkollege Felipe Massa hätte ihn nie unterstützt, weshalb er auch nicht traurig über seinen Abgang sei. Der Kanadier meint,  Entwicklungsfahrer Kubica wäre für das Team „gut zu gebrauchen“.

Durch den Wechsel von Valtteri Bottas zu Mercedes gab Felipe Massa seinen ‚Rücktritt vom Rücktritt‘ bekannt und griff ein weiteres Jahr für Williams ins Steuer. Nach der vergangenen Saison ist für den Brasilianer aber endgültig Schluss. Sein Williams-Teamkollege Lance Stroll trauert Massa jedoch nicht hinterher, weil dieser ihm in seiner Debütsaison nicht geholfen habe.

„Er hat mich im vergangenen Jahr in keinster Weise unterstützt. Er war ein Teamkollege wie jeder andere“, sagt Stroll gegenüber ‚Motorsport-Total.com‘. Massa hätte sich einzig und allein auf sein eigenes Tempo konzentriert, weshalb gar keine Zeit geblieben sei, die Mentorenrolle zu übernehmen.

Für Stroll ist es unverständlich, weshalb viele Menschen glaubten, dass Massa als eine Art Trainer oder Mentor für ihn da gewesen wäre. Er stellt klar: „Das war nicht der Fall. Er hat seine Arbeit gemacht und ich meine. Wer seine Hausaufgabe besser erledigt hatte, kam zuerst ins Ziel.“

Trotz allem sei ein Fahrer, der viel Erfahrung mitbringt, wichtig für ein Formel 1-Team, betont Stroll. Deshalb ist er auch der Meinung, dass Robert Kubica für Williams sehr bedeutend sein wird.

‚Können Kubica gut gebrauchen‘

„Robert kann uns sicher sehr helfen. Felipe hat dafür gesorgt, das Team unter den neuen Regeln zu entwickeln. Robert kann das sicher auch“, sagt Stroll. Der Kanadier glaubt, dass Kubica ein gutes Verständnis dafür hätte, was dem Team fehlen würde. Außerdem habe er Williams mit Informationen über den Renault-Boliden versorgt, den er in Ungarn gefahren ist. Stroll führt weiter aus: „Das ist gut, wir können ihn gut gebrauchen. Wenn wir ihn ins Team integrieren, kann er uns dabei unterstützen, weiter nach vorne zu gelangen.“

Übrigens ließ eine Reaktion zu Strolls Worten von F1-Pensionist Felipe Massa nicht lange auf sich warten. Auf Twitter schrieb er: „Das kommentiere ich jetzt besser nicht…“ Massa dürfte also eine ganz andere Meinung vertreten als Stroll.

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