Haben die Silberpfeile ein Strategieproblem? Nach dem Auftaktrennen in Melbourne, wo sich das Weltmeisterteam bei Hamilton verschätzte und der Rennsieg dann durch die VSC-Phase verloren ging, schien auch in Bahrain der Sieg möglich, hätte man die Piloten früher von der Leine gelassen.
„Wir hätten das vergangene Rennen gewinnen sollen, und ich glaube, für Valtteri war es diesmal auch nicht ideal“, sagt Hamilton nach dem GP von Bahrain. „Wir können es uns nicht leisten, diese Rennen gegen Ferrari zu verlieren. Die Strategie hat schon gepasst, aber damit diese auch funktioniert, müssen wir alle wissen, was zu tun ist.“
Eine Kritik, der auch Teamkollege Valtteri Bottas zustimmt, dem am Ende vielleicht eine einzige weitere Runde zum Sieg verholfen hätte. „Wenn ich zu Mitte des letzten Stints ein bisschen mehr gepusht hätte, dann hätte ich ihn früher gekriegt“, sagt der Zweitplatzierte.
Doch zu diesem Zeitpunkt hielten sich Bottas wie Hamilton an die vom Team ausgegebenen Zielzeiten, mit denen Mercedes verhindern wollte, dass die Piloten ihre Reifen zerstören. „Es ist schwer zu sagen, denn die Reifen wären vielleicht auch kaputt gewesen, wenn ich früher Gas gegeben hätte. Aber es ist ärgerlich, weil es so knapp war.“
Im Gegensatz zum Briten, der den Sieg schon in der Anfangsphase verlor, weil der Abstand auf die Spitze auf 15 Sekunden angewachsen war, musste man mit dem besser platzierten Finnen beide Taktikvarianten Vettels im Auge behalten.
Rätselraten über Vettels Taktik
Hätte man also Bottas zu früh gesagt, er solle Jagd auf Vettel machen, dann wäre man am Ende möglicherweise komplett wehrlos gewesen, wenn Ferrari doch noch auf einen zweiten Stopp gesetzt hätte. Andersrum riskierte man, am Ende nicht nahe genug dran zu sein. Eine Erklärung, warum auch der Pilot nicht genau wusste, wie ihm geschah. Weil man es auch am Kommandostand nicht genau wusste.
Doch wie wird Mercedes nun mit dem Thema umgehen? Muss es nach den verlorenen Chancen in Australien und Bahrain personelle Konsequenzen geben oder reichen kleine Umstellungen? „Die haben doch einen sehr guten Job gemacht“, versteht Ex-Formel-Pilot Timo Glock den Aufruhr nicht. „Hamilton von da hinten aufs Podium zu holen, war eine Meisterleistung.“
Hamilton selbst verlangt eine Besprechung über die Kommunikation: „Wir werden uns zusammensetzen und die vergangenen zwei Rennen besprechen. Denn unterschiedliche Fahrer wünschen sich unterschiedliches Feedback“, so Hamilton.
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