Haas F1 Teamchef Günther Steiner spricht im Talk mit Formelaustria.at exklusiv über den Australien GP, was er von dem Auto noch erwartet und ob schon Sponsoren anklopfen. Außerdem verrät er, was er von der Kritik zur Partnerschaft mit Ferrari hält
Verwendet Esteban ein neues Chassis nachdem heftigen Unfall in Melbourne und ist das alte Chassis noch reparierbar?
Er wird das Ersatz-Chassis verwenden, das wir bereits bei den Testfahrten eingesetzt haben. Das Chassis was in Melbourne beschädigt wurde, kam am Mittwoch hier in Bahrain an. Wir mussten es zuerst zurück nach England schicken, um es zu reparieren.
Wie sieht es mit Ersatzteilen aus. Sind davon genug vorhanden?
Wir haben da Probleme, aber wir lösen sie. Wir haben immer eine Knappheit an Ersatzteilen, aber um das Auto von Esteban einsatzbereit zu machen reicht es.
Dieses Wochenende sollte also nichts Gröberes passieren?
Hoffentlich nicht, aber irgendwie finden wir immer Lösungen.
Ihr habt im 1. Rennen mit dem 6. Platz ein fantastisches Ergebnis erreicht. Haben sich die ersten Sponsoren schon gemeldet?
Ich würde es mir wünschen. (lacht) Der 6. Platz ist fantastisch für das Team, aber wir müssen uns erst stabilisieren. Das Ergebnis sollte es etwas einfacher machen Sponsoren zu finden. Aber es ist zurzeit auch für Top Teams schwierig Sponsoren aufzutreiben, keiner läuft dir mit seinem Geld hinterher.
In Melbourne sah es so aus, als ob euer Auto gut mit den Reifen umgeht. Hat das auch mit dem Fahrstil von Romain Grosjean zu tun?
Da hat beides zusammengespielt. Bereits bei den Testfahrten in Barcelona haben wir gesehen, dass unser Reifenabbau sehr gut ist. Und Romain hat auch viel Erfahrung, er wusste genau wie schnell er fahren muss, um Hülkenberg hinter sich zu halten. Er musste ihm nicht davon fahren, es reichte so schnell zu fahren, so dass Hülkenberg nicht überholen konnte.
Wie viel Potential steckt noch in dem Auto?
Ich hoffe viel. In Prozent kann ich das nicht sagen, aber es ist sicherlich noch mehr drinnen. Wir brauchen nur noch mehr Zeit, um das Potential abrufen zu können. In Melbourne hatten wir gerade einmal 12 gezeitete Runden im Trockenen zur Rennvorbereitung. Die ersten Updates planen wir bereits.
In Australien habt ihr es nicht ins Q2 geschafft. Was hat nicht geklappt?
Es waren ein paar Dinge. Wir wissen nun wie es funktioniert und was wir nicht tun dürfen. Romain hat seine Reifen blockiert und bei Esteban konnten wir nicht die volle Power abrufen. Und auch unser Turnaround in der Box war zu langsam. Die Mechaniker werden mit der Zeit aber immer schneller und hier ist auch die Infrastruktur der Garage viel besser. Man hat mehr Platz und kann die Reifen bereitlegen. Wir werden diesmal sicherstellen, dass wir noch einen 2. Versuch fahren können, bevor die Zeit abläuft.
Ihr habt einen komplett neuen Weg eingeschlagen mit der Zusammenarbeit mit Ferrari. Die kleinen Teams haben dazu bereits Kritik geäußert.
Jeder kann das machen, es entspricht dem Reglement. Wir sahen die letzten 3 Teams, die es versucht haben. Nur mehr eines ist übrig geblieben. Manchmal muss man die Herangehensweise ändern, jetzt liegt es an den anderen, was sie machen. Das Reglement ist für alle gleich
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