Günther Steiner hat gewarnt, dass der Madring ein „Fehlschlag“ werden könnte, wenn keine Änderungen an der Strecke vorgenommen werden, die das Renngeschehen verbessern.
Die Formel 1 gastierte am vergangenen Wochenende erstmals in Madrid für den Großen Preis von Spanien, doch die Veranstaltung stieß bei Fahrern und Fans auf scharfe Kritik.
Trotz aller Warnungen, dass der Stadtkurs für Chaos sorgen würde, gab es zwar kaum Zwischenfälle, dafür aber auch keine wirklich Action, da sich das Überholen als fast unmöglich erwies.
Im Podcast „The Red Flag“ verglich der ehemalige TGR Haas F1 Team Chef die Resonanz auf Madrid mit der auf den Großen Preis von Las Vegas.
„In Vegas hieß es im ersten Jahr: ‚Oh, warum sollte man nach Vegas gehen? Das ist das Dümmste, was man tun kann.‘ Es hat sich zu einer sehr guten Sache entwickelt; manches hat sofort funktioniert, bei anderem war etwas Feinschliff nötig.“
„Wenn die Probleme in Madrid bis nächstes Jahr nicht gelöst sind, würde ich das als Fehlschlag betrachten, denn es handelt sich um einen Zehnjahresvertrag; das muss in Ordnung gebracht werden. Es darf kein zweites Jahr wie dieses geben.“
Steiner sieht darin nichts Negatives, dass die Formel 1 vermehrt in Städten fährt.
„Ich versuche nicht, Madrid in Bezug auf die Geschehnisse auf der Rennstrecke in Schutz zu nehmen. Aber ich glaube, wenn man zu Rennen auf Traditonskursen geht – etwa nach Spa –, dann sind die Leute nicht unbedingt begeistert; man will zwar ein cooles Rennen, aber es muss eben auch insgesamt gut sein.“
„Denn sonst heißt es: ‚Ja, man schaut sich zwar das Rennen an, aber abends finde ich kein Restaurant.‘ Und warum wohl? Weil es dort schlicht keines gibt. Es ist keine gute Idee, ein globales Event an Orten mit begrenzter Infrastruktur auszurichten. Das Fahrerlager wirkt wie aus einer Zeit vor 40 Jahren.“
„In Barcelona ist es genauso. Leute, ihr müsst Geld in die Hand nehmen – mit dieser Rennstrecke lässt sich Geld verdienen –, bringt sie einfach auf Vordermann.“
Für den Südtiroler ist der Hungaroring das Musterbeispiel, wie man reagieren muss: „Ungarn hat das hervorragend gemacht. Dort hat man erkannt, dass die Strecke 30 oder 40 Jahre alt ist und man etwas tun muss.“
„Sie haben gehandelt, die Anlage modernisiert, und sie werden das Rennen auf Dauer behalten, denn Ungarn ist ein guter Standort – nah an Budapest, und so weiter. Es gibt also durchaus Möglichkeiten.“
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