Lewis Hamilton holt sich den sechsten Heimsieg im britischen Motorsport-Mekka und setzt sich in der WM weiter ab, Bottas Zweiter vor Leclerc
Polesetter Valtteri Bottas machte zunächst alles richtig: Er wehrte die vehementen Angriffe von Lokalmatador Lewis Hamilton ab, fuhr fehlerlos. Doch dann holte ihn die Mercedes-Box unverständlich früh zum Reifenwechsel und wenig später kostete ihn das Safety-Car den Sieg. In Runde 20 drehte sich Antonio Giovinazzi ins Kiesbett und verschaffte durch die folgende Safety-Car-Phase dem zwischenzeitlich führenden Hamilton einen Vorteil. Der Brite übernahm die Spitze und gab diese bis zum Rennende nicht mehr ab, auch weil er einen Funkspruch zum Reifenwechsel schlichtweg ignorierte. Im letzten Umlauf untermauerte er seine Dominanz mit neuem Rundenrekord auf 32 Runden alten Gummis. „Ich kann gar nicht sagen, wie stolz ich bin, hier zuhause gewonnen zu haben und die ganze Unterstützung der Fans zu spüren. Ich bin so dankbar dafür“, strahlte Hamilton über beide Ohren. Weniger begeistert war Bottas: „Mein erster Stint war sehr gut und ich konnte das Rennen kontrollieren. Der Stopp war mit dem Safety Car natürlich schlecht getimt und dadurch war es nicht mein Tag.“
Großartige Show
Auch neben dem Topduell zwischen Bottas und Hamilton tobten auch überall anders auf der Strecke heiße Zweikämpfe: Leclerc gg Verstappen, Leclerc gg Gasly, Verstappen gg Vettel oder Sainz gg Ricciardo. Überall ging es rund und die Fans bekamen nach dem tollen Österreich GP auch in Silverstone wieder eine fantastische Show geboten. Maßgeblichen Anteil daran hatte Ferrari-Pilot Charles Leclerc, der am Schluss Dritter wurde. „Das ist das Rennen, das ich in der Formel 1 bisher am meisten genossen habe. In den ersten beiden Stints war die Pace nicht so wie wir es uns erhofft haben. Aber Platz 3 am Ende ist natürlich ein guter Lohn für die harten Duelle mit Max (Verstappen) und Pierre (Gasly). Das letzte Rennen hat mir ein bisschen die Augen geöffnet wie man hier kämpfen kann und muss. Es ist gut für den Sport, dass wir hier so kämpfen,“ so der Monegasse.
Vettel vogelwild
Den Vogel abgeschossen hat im wahrsten Sinne des Wortes aber Sebastian Vettel. Der Deutsche erwischte einen guten Start und schon sich still und leise auf Rang 3 nach vorne. Doch von hinten stürmte Max Verstappen heran, der ihn schließlich attackierte und mit einem starken Manöver überholte. Vettel hielt dagegen, setzte zum Gegenangriff an, und krachte dem Niederländer aber hinten in dessen Red Bull. Beide flogen ab, verloren zahlreiche Positionen, konnte sich jedoch aus dem Kiesbett befreien und das Rennen beenden. Verstappen wurde noch Fünfter, Vettel kassierte eine Zehn-Sekunden-Strafe und wurde Letzter. „Ich hatte das Gefühl, Max wäre nach rechts gezogen. Ich wollte auf der anderen Seite vorbei, aber dann ging die Lücke zu und ich war zu spät. Es geht auf meine Kappe. Ich war auch schon bei ihm und hab mich entschuldigt,“ so Vettel.
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