Solo für Hamilton

Während in Russland der Fußball rollt, rollte bei der Rückkehr der Formel 1 nach Frankreich Lewis Hamilton im Mercedes zum sicheren Sieg

Zum 33. Mal in Serie fuhr Lewis Hamilton in die Punkteränge – natürlich ein neuer Rekord – und sicherte sich souverän den Sieg beim Comeback des GP von Frankreich. Hamilton dominierte vom Freitag weg und hat nach der matten Vorstellung in Montreal zurückgeschlagen. „Das ganze Wochenende lief perfekt für uns. Wir wurden immer schneller und konnten das umsetzen, was wir in der Fabrik die Woche über vorbereitet haben“, so der Brite. Mit seinem 65. Grand Prix Erfolg setzte sich Hamilton nun in der WM wieder an die Spitze und hält nun bei einem Vorsprung von 14 Punkte auf Verfolger Sebastian Vettel. „Für Lewis ist alles sehr gut gelaufen und dann hat er alles kontrolliert. Valtteris Auto fuhr nicht mehr richtig geradeaus. Wir gehen aber frohen Mutes nach Österreich“, so Teamchef Toto Wolff.

Gemischtes Podium

Hinter Hamilton landete Red Bull Racing Pilot Max Verstappen rechtzeitig vorm Heimrennen des Teams in Spielberg auf Platz zwei. „Ich habe immer versucht an Lewis dran zu bleiben und bin mit dem Ergebnis absolut zufrieden“, strahlte „Mad Max“. Auch Motorsportdirektor Helmut Marko war happy: „Mit dem Rennverlauf sind wir sehr zufrieden. Beim Boxenstopp von Max ist das Balance-Gewicht runtergefallen und dadurch hatte er Vibrationen. Daniel hatte leider einen kaputten Frontflügel vom Crash am Start. Daher können wir mit diesem Ausgang sehr zufrieden sein.“ In den letzten Runden verhinderte Ferrari-Star Kimi Räikkönen ein doppeltes Bullen-Podium, denn der Finne zog noch an Daniel Ricciardo vorbei. „Am Start habe ich in der Kollision das Rennen verloren. Mir ist zwar nichts passiert, aber ich musste mich erst wieder nach vorne kämpfen. Am Podest zu stehen, ist aber immer gut“, so der „Iceman“.

Harakiri-Vettel

Weniger rund lief es für seinen Stallgefährten. Ein überaggressiver Vettel sorgte gleich nach wenigen Metern für eine Karambolage, als er sich auf den kalten Reifen verbremste und Valtteri Bottas den Hinterreifen aufschlitzte. Wenige Kurven später schob er Romain Grosjean aus der Kurve und drehte während seiner Aufholjagd nach der Safety-Car-Phase noch Fernando Alonso von der Strecke. Der Deutsche kassierte dafür eine ohnehin noch milde 5-Sekunden-Strafe und konnte sich so noch Rang 5 im Rennen sichern. „Es war mein Fehler und wurde zu Recht bestraft. Ich freue mich nun auf Österreich“, so der vierfache Weltmeister, der durch das mittelmäßige Ergebnis auch seine Führung in der Gesamtwertung wieder abgeben musste. Allerdings konnte Ferrari in der Konstrukteursmeisterschaft etwas Boden gutmachen.

Trauerspiel bei Traditionsteams

Eine Saison zum Vergessen ist 2018 für Williams, die inzwischen ja zugaben, dass man in die falsche Richtung entwickelt hatte, indem man Mercedes kopieren wollte. Aber auch wenn der Wagen ein schlechter Wurf ist, könnte man von den beiden Piloten Lance Stroll und Sergej Sirotkin doch etwas mehr erwarten. Noch düsterer sieht die Sachlage bei McLaren aus, denn dort revoltierten bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr die Fabrikarbeiter. Es wird gemunkelt, dass die Teamführung um Zak Brown und Eric Boullier nicht auf die Techniker in Woking hören und eigenwillige Entscheidungen treffen würde. Ein Abschied von Starpilot Fernando Alonso scheint immer wahrscheinlicher und auch Stoffel Vandoorne ist alles andere denn glücklich.

 

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