Frustrierendes Finale beim Italien Grand Prix

Ohne Skandal-Rennen kann es die Formel 1 wohl nicht…..

Nachdem man allerlei Ausreden suchte, um die Siegerehrung beim Grand Prix von Belgien 2021 zu rechtfertigen, hatten alle Beteiligten, von Teams über Fahrer bis zu den Fans gehofft, dass so eine Farce nie mehr vorkommen würde.

Als Folge der fragwürdigen Entscheidungen von Renndirektor Michael Masi beim Saisonfinale 2021 in Abu Dhabi wurde der Australier mit Schimpf und Schande in die Wüste geschickt.

Aber beim heutigen Italien Grand Prix ist es der Formel 1 wieder gelungen, ein absolut unwürdiges Finale eines an sich guten Grand Prix zu verursachen. Auch wenn die US Amerikaner in Sachen Motorsport von den Formel 1 Europäern belächelt werden, so etwas würde diesen Veranstaltern nie passieren!

Zunächst dauerte es viel zu lange, bis nach Daniel Ricciardos Ausfall das Safety Car auf die Strecke kam. Im Anschluss waren die Streckenmarshalls anscheinend nicht ausreichend vorbereitet, denn der McLaren stand ewig am Rand. Dann sammelte Bernd Mayländer das Feld viel zu langsam ein und sorgte so dafür, dass die Zeit am Ende nicht mehr reichte.

In den USA hätte man einfach die Green-White-Checkered Regel angewandt und quasi eine „Nachspielzeit“ angehängt, wo auf alle Fälle wieder Renngefahren wird, nämlich eine vorletzte und eine letzte Runde.

Die FOM, die FIA, und die Teams sollten sich überlegen, ob man hier nicht umgehend eine Regeländerung vornimmt, um die Fahrer nicht um den Wettbewerb bzw. die Zuschauer und Sponsoren um die Spannung zu bringen.

Aus unserer Sicht wäre unter Einhaltung des aktuellen Reglements eine rote Flagge der Sache wesentlich dienlicher gewesen. Dadurch wäre genug Zeit geblieben, den McLaren abzutransportieren und das Rennen unter sportlichen Bedingungen zu beenden. Auch eine etwaige Sicherheitsfrage oder Spritproblematik hätte sich dann nicht gestellt.

Dennoch sollte für die Zukunft über eine „Overtime“ Lösung nachgedacht werden.

 

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