Singapur bringt Führungswechsel

nico-rosberg-f1_3787546Nico Rosberg hat mit seinem Premieren-Sieg beim Nachtrennen von Singapur Lewis Hamilton die WM-Führung wieder abgenommen

„Ich hatte alles unter Kontrolle“, grinste Nico Rosberg nach seinem Singapur-Sieg verschmitzt zu Daniel Ricciardo, der ihm nach einer tollen Aufholjagd in der letzten Runde im Getriebe steckte, aber nicht mehr vorbeikam. „Mein Wagen war absolut top und ich kontrollierte das Rennen. Natürlich war es am Ende knapp, aber die Bremsen waren immer an der Grenze, daher musste ich haushalten“, strahlte der Deutsche, der durch seinen achten Saisonerfolg Teamkollege Lewis Hamilton nun wieder die WM-Führung abluchsen konnte. Der Brite kam das ganze Wochenende nicht zurecht und wurde nur Dritter, wenige Meter vor Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen. „Nico war dieses Wochenende unantastbar. In Singapur ist es immer schwer aufs Podium zu kommen. Auch ich hatte immer überhitzte Bremsen bis zum letzten Stopp. Daher war nicht mehr drin. Die WM-Führung ist zwar weg, aber ich kämpfe sicher bis zum Schluss“, so Hamilton.

daniel-ricciardo-singapore-gp-2015Bullenangriff zu spät

Am Ende trennten Ricciardo 0.4 Sekunden vom Sieg. „Es war wirklich sehr knapp diesmal. Aber heute kann ich nicht enttäuscht sein, denn wir haben mit der Strategie etwas probiert und dadurch fast gewonnen“, war der Australier trotz des knapp verpassten Erfolgs nicht unzufrieden. „Wir hätten noch 1-2 Runden mehr gebraucht. Aber man muss auch sagen, dass Nico einen Superjob gemacht hat“, analysierte Red Bull Teamchef Christian Horner. Weniger gut lief es für den zweiten Bullen-Fahrer: Max Verstappen versemmelte erneut den Start und fiel zunächst weit zurück. Im Lauf des Rennens fightete sich der Niederländer wieder nach vorne und wurde hinter Sebastian Vettel noch Sechster. „P6 ist sicher nicht, was ich mir erwartet habe. Aber ich hatte am Start zu viel Wheelspin, rutschte dadurch weit nach hinten und musste dann aufholen.“

photo-phpRussische Revanche

Ein absolut beherztes Rennen fuhr endlich wieder auch einmal Daniel Kvyat. Der Russe, der heuer ja sein Red Bull Racing Cockpit an Max Verstappen abtreten musste und von der Presse schon in die Formel 1 Pension geschrieben wurde, zeigte tolle Überholmanöver, starke Drifts und sicherte Toro Rosso als Neunter wichtige Punkte. Zwischenzeitlich lag Kvyat schon auf P5, aber auf die Renndauer kam das motorische Defizit der Renndose doch zum Tragen. „Heute hatte ich viel Spaß da draußen. Hier macht der PS-Unterschied nicht so viel aus und da unsere Aerodynamik top ist, konnte ich lange weit vorne mitkämpfen“, zeigte Daniil sein lange vermisste Lächeln. Red Bull Motorsportdirektor Helmut Marko stellte nochmals klar, dass „wir die Saison mit Daniil im Cockpit des zweiten Toro Rosso sicher beenden werden. Dann muss man für 2017 weitersehen.“ Für die französische Nachwuchshoffnung Pierre Gasly heißt es damit weiter warten.

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