In der Fahrer-Gerüchteküche der F1 brodelt sich derzeit einiges zusammen. Hier ein Überblick über die derzeitigen Spekulationen in der Königsklasse.
In der F1 gibt es derzeit viele Fahrer, die für die kommende Saison noch keinen Vertrag haben. Deswegen machen sich im Paddock viele Gerüchte und Spekulationen über den Verbleib der einzelnen Fahrer breit.
Lance Stroll zu Force India
Zu Force India findet man in der Gerüchteküche so einiges. Die Spekulationen über den finanziellen Status des Teams gibt es schon seit einiger Zeit. Jetzt hört man aber, dass Papa-Stroll das angeschlagene Team gekauft haben soll. Eröffnet sich hier eine Möglichkeit für Lance Stroll zu Force India zu wechseln und so dem erfolglosen Williams-Team zu entfliehen? Autosport berichtet jedenfalls, dass sich der Kanadier bei anderen Rennställen umsieht. „Ich würde gerne sehen, dass [Williams] sich verbessert und zu dem Punkt kommt, wo wir als Team hingelangen wollen. Ich möchte auch das Beste für mich als Fahrer tun, also werden wir alle Schlussfolgerungen zur richtigen Zeit treffen und herausfinden, was für die Zukunft am besten ist.“, meint Stroll.
„Ich weiß noch nicht, was ich mache oder wohin meine Zukunft geht. Ich konzentriere mich immer auf das Hier und Jetzt und wo ich gerade bin und wir werden sehen, was die Zukunft bringt.“
Sollte Stroll zu Force India wechseln, wäre das jedenfalls für beide Seiten eine Win-Win-Situation. Stroll hätte bei Force India ein wettbewerbsfähigeres Auto und das Team könnte auf finanzielle Unterstützung von Papa-Stroll hoffen, sollte er das Team nicht schon besitzen.
Disco Dan bleibt bei den Renndosen
Dies dürfte wohl kaum jemanden überraschen, so kann man doch davon ausgehen, dass der sympathische Australier erneut bei Red Bull unterzeichnen wird. Hier ist es wohl lediglich eine Frage der Zeit und Gerüchten zufolge soll der Deal bis zur Sommerpause fixiert sein.
Ocon zu Renault
Hier geht es wieder heiß zur Sache. Sollte Lance Stroll bei Force India unterkommen, bleibt die Frage offen, was Esteban Ocon machen wird. Auch hier wird gemunkelt, dass der Franzose zu Renault wechseln könnte und somit der neue Teamkollege von Nico Hülkenberg wird. Während des Grand Prix in Deutschland wurde im Paddock viel spekuliert und einige behaupten, dass Ocon bereits bei Renault unterschrieben hat.
„Solange es Gerüchte gibt, ist es als Fahrer immer gut. Es bedeutet, dass die Leute über dich sprechen, dass du auf der Strecke einen guten Job machst…, wenn niemand über dich redet, dann beginnen die Probleme.“, meint Ocon bei der Pressekonferenz in Deutschland.
Ob sich Ocon für diese neue Herausforderung bereit fühlt? Er findet schon: „Wenn es die Möglichkeit gibt, auf jeden Fall. Aber im Moment bin ich immer noch bei Force India und dränge darauf gute Ergebnisse zu erzielen. Darauf konzentriere ich mich.“
Während andere meinen, dass Ocon bereits unterzeichnet hat, will der Geschäftsführer von Force India nichts davon wissen. Otmar Szafnauer weist darauf hin, dass es sein Team war, dass die Weichen für Estebans Zukunft gestellt hat und soweit er weiß, gibt es keinen Vertrag mit Renault.
„Ich glaube nicht, dass der [Renault] Deal abgeschlossen ist. Wir haben die Option [Ocon] zu behalten, das ist unsere, nicht die von Renault. Das Schöne ist, dass Esteban bleiben will, das ist immer gut. Wir sind glücklich mit unseren zwei [Fahrern] und ich denke, dass sie mit dem Team zufrieden sind, obwohl wir nichts angekündigt haben. Aber wir werden diese Entscheidungen bald treffen.“, berichtet Szafnauer Sky Sports F1.
Wo bleibt Sainz?
Wenn man nun dieses Gedankenspiel zu Ende führt, dann stellt sich die Frage, was nun mit Carlos Sainz geschehen wird. Auch hierfür gibt es eine Lösung, wenn diese auch eher unwahrscheinlich ist, so soll der Spanier der neue Teamkollege von Fernando Alonso werden. Sainz zeigt bisher in der Saison eine gute Performance, obwohl er derzeit nur auf dem 12. Platz der Fahrerwertung liegt.
„[Sainz] Red-Bull-Vertrag bedeutet, dass er ein Free Agent ist, wenn ihm im nächsten Jahr kein Platz im Werksteam angeboten wird. Zunehmend wird sein Name in Verbindung mit McLaren erwähnt, die weiterhin hoffen, dass Fernando Alonso sich entscheiden wird zu bleiben. Als solcher würde der Beitritt von Sainz auf Kosten von Stoffel Vandoorne gehen.“, berichtet Mark Hughes vom Motor Sport Magazine.
Der entscheidende Faktor für die Zukunft von Vandoorne könnte nun Fernando Alonso sein. Sollte sich der Le-Mans-Sieger entscheiden zu bleiben, wird der Belgier vermutlich sein Cockpit zu Gunsten von Sainz räumen müssen. Hier berichtet Hughes weiter, dass es auch für Vandoorne noch eine weitere Möglichkeit gibt. Sowohl Vandoorne als auch der McLaren-Junior Lando Norris könnten einen Sitz bei Toro Rosso ergattern. Dafür müsste aber Brendon Hartley seinen Sitz räumen. Ob Pierre Gasly einen neuen Teamkollegen bekommt, bleibt abzuwarten.
Rückkehr zu Sauber
Kimi Räikkönen soll wieder zu Sauber zurückkehren. Dieses Gerücht hat viele Menschen sehr begeistert. Es wurde schon öfter berichtet, dass der junge Charles Leclerc bereits einen Vertrag bei Ferrari für 2019 hat, jetzt wird vermutet, dass es sich um einen Austausch handeln soll. Leclerc für Räikkönen.
„Der Vorschlag ist, dass der Sauber-Sitz … für Räikkönen als Teil eines Vertrages vorgesehen ist, der ihn innerhalb der Ferrari-Familie behält, wenn er dazu bereit ist, seine Karriere auch in 2019 fortzusetzen.“, berichtet Autosport. „Auf die Frage, ob ein ehemaliger Weltmeister im Auto zu viel Druck auf Sauber machen würde, antwortete Vasseur: ‚Ist es ein Problem für die Reichen? Es ist mir egal, ich möchte die besten Jungs im Auto sitzen haben, das ist das wichtigste für das Team und kein Opfer der Performance. Es ist viel besser einen Weltmeister zu haben, als jemanden, der nichts gewonnen hat.‘“
Doch würde Räikkönen diesen Schritt wirklich gehen? Würde der Finne nicht eher wieder in die World Rally Championship wechseln? Dort würde man Räikkönen sofort wieder ins Team aufnehmen.
Grosjean kurz vor dem Aus?
Der Haas-Pilot Romain Grosjean hat in dieser Saison schon eine Tal- und Bergfahrt hinter sich. Der Franzose, der in dieser Saison schon ein paar Mal Pastor, alias ‚Crashtor‘, Maldonado alle Ehre gemacht hat, muss eventuell um seinen Platz in der Königsklasse fürchten. „Es wird immer frustrierender.“, berichtet Günther Steiner nach dem Silverstone-Wochenende auf RaceFans.net. „Wir hoffen alle für ihn, dass wir aufsteigen werden und jetzt sind wir wieder auf der Müllhalde und müssen hier wieder weg. Ich weiß nicht, wo der Wendepunkt ist. Ich bin noch nicht da. Aber irgendwann, wie ich schon einmal sagte, müssen wir aufhören, Punkte zu verlieren. Und das ist der Wendepunkt.“
„Wir können so nicht weitermachen. Wir sind jetzt durch die halbe Saison und wir haben aufgrund unserer eigenen Fehler viele Punkte verloren. Und das ist nicht akzeptabel.“
Allerdings hat Grosjean beim Grand Prix von Deutschland die Silverstone-Pleite mit einem sechsten Platz wieder gut gemacht. Aber ist es für ihn schon zu spät? Und wer könnte den Franzosen ersetzen? Haas möchte ja einen amerikanischen F1-Fahrer etablieren, doch in den Staaten findet sich kein passender Kandidat, somit wird der Name Sergio Perez mit dem Haas-Team in Verbindung gebracht. Im Jahr 2016 gab es schon einmal die Möglichkeit für Perez bei Haas einzusteigen, doch er entschied sich letztendlich für Force India.
Ein weiterer Name in der F1-Gerüchteküche ist Robert Kubica. Auch er wird mit dem Haas-Team in Verbindung gebracht. Günther Steiner insistiert allerdings, dass keine Gespräche in diese Richtung stattgefunden haben. Das Ziel des Williams-Ersatzfahrer ist es, im Jahr 2019 einen fixen Platz im Grid zu ergattern. Ob das gelingen wird, ist eine andere Frage.
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