Silberner Doppelerfolg

Lewis Hamilton gewann den Grand Prix von Spanien vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas, guter Dritter wurde Red Bull Pilot Max Verstappen

Der ersten Doppelpole in der Saison 2018 folgte beim Europa-Auftakt des Jahres ein Doppelsieg. Lewis Hamilton zeigte ein fehlerloses Rennen und holte sich souverän seinen zweiten Saisonsieg. Der Brite bestätigte die Theorie, dass man in Barcelona, aus Reihe 1 starten muss, um zu gewinnen. „Wir waren heute sehr stark und müssen jetzt nachlegen. Unser Team hat enormes Potenzial und das müssen wir nun ausspielen“, so Hamilton. Mit seinem Rennsieg weitete er zudem den Rekord mit Zielankünften in den Punkten aus, der nun bei 30 Rennen steht. Viel wichtiger ist aber, dass er damit auch seine WM-Führung gegenüber Rivale Sebastian Vettel ausbauen konnte. Den totalen silbernen Erfolg komplettierte Valtteri Bottas, der den zweiten Mercedes trotz eines Bremsplattens auf P2 über die Linie brachte und sich somit sein 25. Podium der Formel 1 Karriere sicherte. „Wir haben heute als Team eine Superleistung abgeliefert, haben gut auf die Strategie der Gegner reagiert. Es war ein perfektes Wochenende für uns.“

Ferrari verpokert sich, Bullen profitieren

Der Spanien Grand Prix wurde durch versemmelte Boxenstopps der Teams mit entschieden. Ferrari wollte den Coup vom Australien GP wiederholen und orderte Sebastian Vettel in der Virtual Safety Car Phase an die Boxen. Allerdings kam sein direkter Konkurrent, Mercedes-Pilot Bottas, nicht herein. Zu allem Übel klemmte noch der rechte Hinterreifen beim Ferrari des Deutschen und so verlor Vettel nicht nur das Duell gegen Bottas, sondern fiel auch noch vom Stockerl. Max Verstappen zog vorbei und bedankte sich. „Es ist hier sehr schwer zu überholen. Wir hatten Glück, dass Kimi (Räikkönen) ausgeschieden ist. Bottas war zu weit vorne, aber Vettel konnte ich hinter mir halten, obwohl der Flügel so ramponiert war.“ Kimi Räikkönen war zuvor schon mit Defekt ausgerollt. „Wir waren heute einfach zu langsam. Der Speed hat sicher gefehlt und ich hatte Probleme die richtige Balance fürs Auto zu finden“, resümierte Vettel knapp.

Grosjean sorgt für Action

Der Franzose kam nach wenigen Kurven in die Dirty Air seines vor ihm rutschenden Haas F1 Teamkollegen, verlor die Kontrolle und flog ab. Allerdings blieb Grosjean voll am Stift und drehte sich rücklings wieder auf die Strecke. Weder Nico Hülkenberg, noch Pierre Gasly konnten ausweichen und krachten voll in den querstehenden Boliden. „Der Kollege Grosjean sollte mal ein wenig Zielwasser trinken. Der dreht sich achtmal am Wochenende und dann sowas. Er sollte mal über den Wechsel der Sportart nachdenken“, schimpfte „Hülk“. Dem schloss sich auch Gasly an: „Das kann wirklich nicht sein Ernst sein.“ Der Franzose war sich aber keiner Schuld bewusst: „Es gibt unzählige Beispiele, von Rosberg über Vettel bis Schumacher, die alle immer mit Vollgas auf die Strecke zurückgekommen sind. Ich habe also absolut richtig reagiert.“ Grosjean ist neben Sergey Sirotkin der einzige Pilot, der heuer noch keine WM-Punkte holen konnte.

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