Sensationeller Erfolg für Marussia

AU1138332Das kleine Team von Marussia hat es nun geschafft. Mit einem sensationell fahrenden Jules Bianchi und einer klugen Strategie gelang es , nach 83 Rennen die ersten beiden heißbegehrten Punkte seit Bestehen des Teams zu ergattern…

 Kleines Team mit großem Kampfgeist

Jules Bianchi ging den Grand Prix von Monaco vom 21. Startplatz an, nachdem er wegen eines unerlaubten Getriebewechsels in der Startaufstellung fünf Plätze nach hinten gereiht worden war. Nach einem sicheren Start kämpfte er sich mit zum Teil harten Manövern nach vor. Dies bekam auch Caterham-Pilot Kamui Kobayashi zu spüren. Bianchi presste sich in Rascasse am Japaner vorbei und legte damit den Grundstein für den heutigen Erfolg.

Dabei begann der Grand Prix aus Sicht von Bianchi alles andere als einfach. Durch ein Vergehen am Start bekam er, genauso wie Esteban Gutierrez und Max Chilton, eine Fünf-Sekunden-Strafe, die er durchs Rennen schleppte und welche ihm fast die ersten Rennpunkte gekostet hätten. Bei einem nötigen Stopp wurde diese dann aber erledigt.

Bianchi überglücklich

Der Franzose ist nach dem Erfolg überglücklich. „Ich bin total glücklich und muss allen im Team danken, die diesen Erfolg möglich machten“, jubelt er. „Keiner kann sich vorstellen, wie viel Arbeit dahinter steckt, um endlich das große Ziel – erste Punkte zu erreichen – zu verwirklichen. Ich bin stolz, dass mir dies für das Team gelungen ist.“

Das heutige Resultat macht auch Teamchef John Booth glücklich und stolz. „Wir sind heute natürlich total begeistert und die Punkte sind eine fantastische Belohnung für die viele und harte Arbeit der vergangenen Jahre“, freut er sich. „Ich gratuliere allen Teammitgliedern hier, in der Fabrik in Banbury und unseren vielen neuen Kollegen von Ferrari. Unsere Partnerschaft hinsichtlich der Antriebseinheit ist noch jung, aber wir haben schon zu Beginn das Potential gesehen“, so Booth weiter.

Schon bei den Testfahrten in Barcelona zeigte das Team mit der Bestzeit von Max Chilton auf. Die enge Zusammenarbeit mit Ferrari als Motorenlieferant scheint erstmals wirklich zu fruchten.

Booth hadert mit Fünf-Sekunden-Strafen

Interessant wäre natürlich gewesen, welchen Platz Bianchi ohne die beiden Fünf-Sekunden-Strafen erreicht hätte. Die erste Strafe erhielt er wegen eines Fehlers am Start, die zweite durch die unkorrekte Absolvierung der ersten während de Safety Car-Phase. „Die Situation mit diesen Strafen ist etwas unklar, aber wir akzeptieren die Entscheidungen und beschweren uns nicht“, so der Marussia Teamchef. „Wir sind dann einfach weitergefahren, da wir gesehen haben, dass es Chancen für uns geben kann. Gott sei Dank war die zweite Strafe nicht mehr entscheidend.“

Das Team sieht nun natürlich den nächsten Rennen mit Optimismus entgegen. Auf die Frage nach seinen nächsten Zielen meinte Booth: „Achter !“

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