Zum Saisonauftakt in Australien kassierten die Roten, die als WM-Favoriten gelten, eine empfindliche Schlappe. Kann man in der Wüste von Sakhir ein Comeback starten?
Vor 15 Jahren ging 2004 der erste Grand Prix von Bahrain über die Bühne. Während die Rennpremiere der Formel 1 in der arabischen Welt damals eine Sensation war, war es der Ferrari-Doppelsieg durch Michael Schumacher vor Rubens Barrichello nicht. Die Roten dominierten die Königsklasse damals in gleicher Manier wie es heute Mercedes tut. Dorthin will man in Maranello wieder zurück, ganz besonders Sebastian Vettel, der endlich seinen ersten WM-Titel mit Ferrari einfahren will. „Jedes Jahr hatte seine eigene Herausforderung. Der Trend ist, dass wir die vergangenen Jahre deutlich näher an Mercedes dran waren. Aber am Ende sind wir nur Zweiter geworden und der Zweite ist der erste Statist“, so Vettel. Der Titelgewinn ist das erklärte Ziel. 2018 schien man erstmals das nötige Material dazu zu haben, doch zahlreiche Strategiefehler des inzwischen geschassten Teamchefs Maurizio Arrivabene und einige, ungewohnte Patzer von Vettel hinterm Steuer verhinderten eine Ablösung von Dominator Lewis Hamilton.
Die fünfte Saison
„Schumi“ ging 1996 als Weltmeister von Benetton zu Ferrari. Doch trotz aller Anstrengungen und Tricks brauchte man fünf Jahre bis es im Jahr 2000 endlich mit dem Titelgewinn klappte. Auch Sebastian Vettel ist mittlerweile in seiner fünften Saison beim italienischen Traditionsrennstall. Heuer sollte es endlich funktionieren und alles schien angerichtet. Ferrari absolvierte beide Testwochen in Spanien als klar schnellstes Team. In Melbourne folgte eine erste Ernüchterung: satte sieben Zehntel fehlten Vettel auf die beiden Mercedes im ersten Qualifying des Jahres, im Rennen rettete er mit Glück und Dank Stallorder Platz 4 ins Ziel. „Ich bin sicherlich nicht weniger überrascht als alle. Damit haben wir sicher nicht gerechnet, als wir hier angereist sind. Und sieben Zehntel sind eine Menge Holz und wir haben große Kopfschmerzen.“ Nach dem Rennen gestand der Heppenheimer: „Die Reifen waren wirklich zerstört am Ende, ich hatte in den letzten 20 bis 30 Runden überhaupt keinen Grip mehr. Der ganze zweite Stint war ehrlich gesagt nicht gerade großartig.“
Guter Boden
Bahrain war für Ferrari immer ein guter Boden. Neben Schumachers Auftaktsieg gab es noch Erfolge durch Felipe Massa (2007 & 2008), Fernando Alonso (2010) und natürlich Vettel in den beiden vergangenen Jahren. Darauf hoffen auch alle Tifosi, denn während Ferrari bei den Pre-Season-Tests in Barcelona bärenstark wirkte, sah man – vor allem Super Seb – beim Saisonauftakt in Melbourne ziemlich alt aus. Ein Grund dafür könnte das Frontflügel-Konzept bei Ferrari sein, denn hier hat man einen anderen Weg eingeschlagen als Mercedes und Red Bull. Die nach außen hin abfallenden Flaps am Ferrari-Flügel sind auf relativ ebenen Strecken wie in Barcelona perfekt, funktionierten auf den Bodenwellen im Albert Park aber nicht. Der Bahrain International Circuit ist aber spiegelglatt. Daher sollte diese Schwäche nun wieder zur Stärke werden. „Auch 2018 war unsere Leistung in Australien (trotz des Sieges) eher mäßig. In Bahrain war dann plötzlich viel mehr Performance da. Und die Zahlen, die wir sehen, ergeben Sinn. Uns fehlt eindeutig was. Und was, finden wir noch raus. Denn eines ist sicher – unser Auto ist viel besser als das, was wir bisher gesehen haben“, stellt Vettel klar.
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