Sainz vollbringt kleines Ferrari-Wunder

Noch vor zwei Wochen musste sich Carlos Sainz einer Blinddarm-OP unterziehen. Am Sonntag gewann er den GP von Australien.

Das Rennen in Jeddah musste er aussetzen und ob er in Australien fahren kann, wurde erst am Wochenende ersichtlich. Das Ergebnis spricht für sich.

Sein Vater Carlos Sainz Sr. spricht am Wochenende in Melbourne über die Diagnose seines Sohnes: „Als ich vor dem Rennen in Jeddah gelandet bin, bekam ich eine Nachricht von Carlos, dass es ihm nicht gutgehe. Das war schon der dritte Tag, also war klar, dass etwas nicht in Ordnung war. Es war etwa fünf Uhr morgens. Ich bin zu seinem Hotel gefahren. Wir haben miteinander gesprochen und haben entschieden, ins Krankenhaus zu fahren.“

Gleich darauf wurde bei dem Ferrari-Star eine Blinddarmentzündung festgestellt und operiert. Am gleichen Tag sah man den Spanier schon wieder in der Ferrari-Box, wo er seinem Ersatzpiloten Oliver Bearman zur Seite stand. „Die Ärzte haben ihm gesagt, dass er gehen kann. Dann hat er gesagt, er kann auch an die Strecke gehen und das Team und Bearman unterstützen. Es war für ihn wichtig, schnell wieder zurück zu sein.“, erklärt Papa Sainz.

Auch Sainz Sr. musste sich schon einmal einer OP vor einem Rennen unterziehen. „Ich hatte etwas Ähnliches vor einigen Jahren, ich meine das war 1985. Ich hatte meinen ersten Vertrag als Werksfahrer bei Renault unterschrieben. Meine erste Rallye mit ihnen war die wichtigste des Jahres. Zwei Tage vor der Rallye musste ich operiert werden. Damals hat das länger gedauert, ich habe fast einen Monat Erholungszeit gebraucht.“, erzählt er.

Seinem Sohn wurde durch den laparoskopischen Eingriff eine längere Erholungszeit erspart. Zwei Wochen hartes Training brachten Sainz Jr. wieder auf die Beine und an die Spitze des Melbourne-GP.

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