George Russell räumte ein, dass er mit dem neuen Fahrzeugkonzept 2026 Schwierigkeiten hatte, die seinen Fahrstil beeinträchtigten.
„Ich denke, bei diesen Autos gibt es bestimmte Faktoren, die einen Fahrstil begünstigen oder behindern können. Ich war schon immer ein Fahrer, der den Fokus auf die Geschwindigkeit in der Kurvenmitte und am Kurvenausgang legt – was oft bedeutet, dass ich schon früh wieder aufs Gas gehe.“
„Bei den aktuellen Antriebseinheiten (Power Units) führt das jedoch zu einem höheren Energieverbrauch, was unter Umständen nicht die effizienteste Art ist, die Antriebseinheit zu nutzen,“ erklärte Russell.
„Zudem waren in diesem Jahr die Reifendrücke an der Hinterachse durchgehend sehr hoch. Auch hier hat sich mein Bestreben, am Kurvenausgang voll zu beschleunigen, nachteilig auf mein Reifenmanagement ausgewirkt. Diese beiden Faktoren haben meinen natürlichen Fahrstil gehemmt, und ich glaube, das war in dieser Saison der entscheidende Aspekt,“ so der Mercedes-AMG Petronas F1 Team Star weiter.
Russell betonte, wie wichtig es sei, in den verbleibenden Rennen und während der Winterpause wieder mehr Konstanz zu finden.
„Ich denke, es ist wichtig, dass ich versuche, wieder eine gewisse Konstanz zu erreichen. Vor ein paar Rennen standen wir noch mit acht Zehntelsekunden Vorsprung auf der Pole-Position, während ich letzte Woche nur Achter wurde.“
„Solch große Leistungsschwankungen habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt. Ich glaube, die Priorität für diese letzten Rennen liegt darin, zu verstehen, warum das passiert.“
Angesprochen auf seinen Teamkollegen Kimi Antonelli räumte der Brite ein, dass es in diesem Jahr keinen echten Wettbewerb zwischen ihnen gegeben habe.
„Es gab nie einen wirklichen Zweikampf zwischen uns beiden; er war in diesem Jahr schlicht überlegen. Auf persönlicher Ebene ist Kimi ein netter Kerl mit viel Energie. Es gibt keinen Grund, warum wir nicht weiterhin ein gutes Verhältnis zueinander haben sollten. Oft entstehen Rivalitäten ja durch Zwischenfälle oder Duelle auf der Strecke, aber die Wahrheit ist: Er war in diesem Jahr einfach auf einem höheren Niveau unterwegs als ich.“
„Abgesehen von ein oder zwei Rennen kamen wir kaum in solche Situationen. Daher werden wir weiterhin – jeder für sich – mit den Ingenieuren daran arbeiten, das Maximum aus dem Auto herauszuholen.“
Nächster FARA Candidate Driver: vom Schwimmer zum Rennfahrer
Der Wiener Alexander Aytuganov ist das neueste Mitglied der Formelaustria Race Academy
Leclerc für Rosberg immer der Schuldige bei Ferrari Troubles
Nico Rosberg äußerte sich zu den Zwischenfällen zwischen Hamilton und Leclerc und betonte, dass Charles Leclerc sowohl in Monza als auch in Mexiko die Schuld trug.