Lewis Hamilton steht kurz vor der Titelverteidigung nach dem Sieg Sotschi und dem Ausfall von Rivale Nico Rosberg
Eigentlich war Nico Rosberg der Dominator des Russland-Wochenendes, doch der Polesetter musste seinen Silberpfeil nach wenigen Runden mit einem gebrochenen Gaspedal abstellen. Dabei verhielt sich der Mercedes-Kommandostand geradezu fahrlässig, da man versuchte den Deutschen trotz hoher Crashgefahr sogar noch draußen zu halten. Mit Rosberg aus dem Rennen war der Weg für seinen Teamkollegen, WM-Leader Lewis Hamilton, frei, denn die Silbernen waren vom Speed her in Sotschi unantastbar. Der Brite gewann einen spektakulären Russland GP souverän und baute so seine Führung in der Gesamtwertung aus. „Ich hatte mich auf ein spannendes Duell mit Nico gefreut und es ist sehr schade für ihn, dass der Wagen nicht hielt. Nun sieht es in der WM gut aus, aber der Weg ist noch immer lange“, so Hamilton.
Der Renndirektor des Teams aus Grove, Rob Smedley, sollte sich langsam wirklich hinterfragen, denn seine Strategien für Valtteri Bottas und Felipe Massa waren erneut vollkommen verfehlt. Das Team ließ den Finnen zu lange draußen, machte einen miesen Stopp und auch noch zur falschen Zeit. Damit war Platz 2 Geschichte und Ferrari staubte mit Sebastian Vettel ab. „Der Start war nicht so gut, aber dafür das Auto fantastisch und es wurde immer schneller. Es war wichtig direkt an Sergio vorbeizukommen und dann Platz 2 abzusichern. Leider war Lewis zu schnell, aber es war ein super Ergebnis für uns“, resümierte Vettel, der nun WM-Zweiter ist. Bottas wäre dennoch am kleinsten Stockerl gelandet, hätte ihn Kimi Räikkönen nicht wenige Kurven vor Schluss abgeschossen. Zur großen Überraschung wurde Massa aufgrund der Ausfälle dann eher zufällig sogar noch Vierter.
In all dem Williams-Ferrari-Gerangel sorgte das Force India Team mit einer ausgeklügelten, wenn auch gewagten Strategie wieder für eine Überraschung. Obwohl Nico Hülkenberg gleich nach dem Start für einen Crash sorgte und ausfiel, sprang Stallgefährte Sergio Perez in die Bresche. Der Mexikaner hielt die schnelleren Rivalen durch perfektes Reifenschonen und Car-Handling hinter sich. Bottas und Räikkönen schlüpften in der letzten Runde doch noch vorbei, schossen sich aber dann gegenseitig ab und so holte sich Perez doch noch Platz 3. „Ich bin total happy. Es war sehr schwer so lange mit den Reifen durchzuhalten und als die beiden mich überholten, hab ich mich enorm geärgert. Dann kam ich ums Eck und beide lagen draußen“, freute sich Perez. Damit sind volle Tribünen beim Mexiko-GP-Comeback in drei Wochen wohl garantiert.
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