Daniel Ricciardo rettet einen angeschlagenen Rennwagen in Monaco zum längst verdienten Sieg über die Zielline
2016 war Daniel Ricciardo der dominierende Mann im Fürstentum. Alles war auf Sieg programmiert und dann verhaute seine Pitcrew den Reifenstopp und der Australier rutschte vom obersten Treppchen. Zwei Jahre später war „Disco Dan“ wieder der überlegene Fahrer an der Coté d’Azur und auch diesmal schien ihn ein Problem zu stoppen. Doch an diesem Sonntag brachte er seine Renndose als Erster ins Ziel. „Knapp vor der Hälfte des Rennens bekam ich einen massiven Powerverlust und hatte nur noch sechs Gänge zur Verfügung. Wir hatten einige Zweifel, ob der Wagen bis ins Ziel halten würde. Daher ist dieser Erfolg fast noch mehr wert“, so Ricciardo. Das Hybrid-System des Red Bull Stars war defekt, wodurch er vor allem an Topspeed verlor. Ricciardo musste die Bremsbalance umstellen und mit einem umgestellten Fahrstil die Spitze verteidigen.
Konkurrenz chancenlos
„Wir hatten die Pace, aber wir hatten nicht immer die richtigen Antworten. Daniel hatte wohl ein Problem und ich konnte heranfahren. Aber die Reifen haben nachgelassen und ich konnte ihn nicht attackieren“, ließ der zweitplatzierte Sebastian Vettel wissen. Obwohl dem Red Bull in Führung Power fehlte, war es für den Deutschen nicht möglich tatsächlich anzugreifen. Mercedes, allen voran Lewis Hamilton, „kämpfte mit massivem Graining und brachte die Reifen über die gesamte Renndistanz nur in ganz wenigen Momenten wirklich zum Arbeiten.“ Auch Mercedes Teamchef Toto Wolff bestätigte, dass „Red Bull hier klar am stärksten war. Die anderen hätten nur gewinnen können, wenn Ricciardos Auto nicht gehalten hätte.“
Mit Jubiläumssieg in den Titelkampf
Bei Red Bull Racing ist man zu richtigen Jubiläumsspezialisten geworden, denn die Österreicher siegten im 100. Rennen des Teams (Mark Webber, Großbritannien 2010), im 150. (Sebastian Vettel, Malaysia 2013) und nun auch im 250. „Der Sieg hing wirklich am seidenen Faden, denn phasenweise sah es gar nicht gut aus. Wir wussten nicht, wie Daniel den Rennwagen nach Hause bringen können würde“, war Teamchef Christian Horner sichtlich erleichtert. Mit seinem zweiten Saisonsieg hat Ricciardo nicht nur mit WM-Leader Hamilton und Ferrari-Ass Vettel nach Erfolgen gleichgezogen, sondern sich so auch im Titelkampf angemeldet. Hamilton führt weiter in der Gesamtwertung mit nun 110 Zählern, Vettel hält bei 96 und Ricciardo bringt es bereits auf 72, womit er sowohl Valtteri Bottas (68) wie auch Kimi Räikkönen (60) überholt hat.
Der Formel 1 Zirkus übersiedelt nun nach Kanada, wo es in 14 Tagen auf dem Circuit Gilles Villeneuve in Montreal zur Sache geht. Dort sollte das Pendel wieder in Richtung Mercedes ausschlagen, denn am Kurs auf der Ile de Notre Dame sind Motorpower und Topspeed gefragt.
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