Ricciardo: ‚Baku-Crash hat zum Teamwechsel beigetragen‘

Daniel Ricciardo gibt an, dass Red Bulls Verhaltensweise nach dem Crash mit seinem Ex-Teamkollegen Max Verstappen seine Entscheidung, das Team zu verlassen, beeinflusst hat.

In Baku kämpften die beiden Piloten während des gesamten Rennens eng gegeneinander, bis es schließlich in Runde 40 krachte. Die bittere Folge war das Doppel-Aus für Red Bull.

Das Team machte beide Fahrer gleichermaßen für den Crash verantwortlich, Ricciardo jedoch sah die Schuld klar bei Verstappen. Im August gab der Australier schließlich den Wechsel zum Renault-Werksteam bekannt, was für große Überraschung sorgte, da man davon ausging, dass Ricciardo mit Red Bull verlängern würde.

Der 29-jährige sagte nun, der Vorfall in Aserbaidschan sei mitunter ein Grund gewesen, sich von den Bullen zu verabschieden. „Ich hatte Mühe, das Rennen und die Nachwirkungen zu verarbeiten“, gab Ricciardo gegenüber dem ‚Sydney Morning Herald‘ an. „Das spielte eine Rolle bei meiner Entscheidung. Ich habe mich danach nie wieder so gefühlt, wie vorher.“

Er stellte sich folgende Frage: „Wenn es umgekehrt gewesen wäre, also ich vorne gewesen wäre und mich zweimal im Bremsbereich bewegt hätte, und er mir dann hinten draufgezogen wäre, wären die Dinge auf dieselbe Weise gehandhabt worden? Das Team machte uns gleichermaßen für den Crash verantwortlich, doch tief im Inneren wusste ich, dass es ihr [Red Bulls] Fehler und Max‘ Fehler war“, ergänzte Ricciardo.

Der Australier konnte mit Red Bull insgesamt 7 Siege und 29 Podiumsplatzierungen einfahren, obwohl er nie WM-Chancen hatte, bereut er seine Zeit bei den Bullen nicht: „Ich blicke auf diese Zeit nicht negativ zurück, ich habe dort alle meine Meilensteine in der Formel 1 erreicht.“

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