In der Saison 2022 soll sich die Formel 1 dank eines Pakets an Regeländerungen in eine weitaus offenere Meisterschaft verwandeln. Welche Neuerungen das genau sind, haben wir für Euch zusammengefasst
Eigentlich hätte der große Umbruch bereits auf die Saison 2021 hin stattfinden sollen, aber die Änderungen wurden aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie verschoben. Ziel ist es, Autos zu entwickeln, die für die Kostenobergrenze der Formel 1 geeignet sind und die vor allem für mehr Spannung und Ausgeglichenheit auf der Strecke sorgen. Hier ist nun ein Überblick über das Autoreglement für 2022.
DIE AERODYNAMIK
- Der Ground Effekt mit zwei langen Tunneln anstelle des derzeitigen flachen Bodens sorgt dafür, dass ein größerer Anteil des Fahrzeugsabtriebs vom Unterboden erzeugt wird, was zu weniger Dirty Air führt und zu einer weniger empfindlichen Aero-Plattform beiträgt. Die Aufwirbelung der Luft vom Boden ist viel höher ausgelegt, so dass sie mehr Zeit hat, ihre Energie abzuleiten, bevor sie auf das dahinterliegende Auto fällt.
- Vereinfachter Frontflügel und Endplatte. Nicht standardisiert, aber sehr genau vorgeschrieben, mit vierteiligem Flügel, der direkt an der Nase befestigt ist und in eine stark vereinfachte einteilige Endplatte übergeht. Deutlich weniger empfindlich für Verwirberlungen als das aktuelle Design.
- Ein vorschriftsmäßig geformter Heckflügel mit einer eingeschnittenen, umlaufenden Verbindung zwischen Hauptprofil und Unterwangenflügel, die die Endplatten des Heckflügels fixiert und die starken Luftströme effektiv unterbindet.
- Die Bargeboards sind verboten.
- Bündige Radabdeckungen standardisiert, um die Gewinnung von Abtrieb über die Rad-Achsen-Verbindung zu verhindern.
- Vorderradabweiser um ein Ausfächern des Luftstroms zu stoppen.
- Obwohl sich die Karosseriegeometrie des Autos und der Motorabdeckung von Team zu Team noch unterscheiden wird, werden sie innerhalb ziemlich enger Vorlagen definiert, die darauf abzielen, einen möglichst sauberen und unempfindlichen Luftstrom zu erzeugen.
- Einschränkungen bei der Formgebung des Bremskanals zur Erzeugung von Abtrieb.
- Der kombinierte Effekt zeigte in der Simulation, dass das folgende Auto nach den neuen Regeln 86% seines maximalen Abtriebs behält, wenn es eine Autolänge hinter dem vorausfahrenden Auto liegt, für die 2021er Autos lag dieser Wert im Vergleich bei nur 55%
DIE AUFHÄNGUNG UND DIE RÄDER
- Die Umstellung auf 18-Zoll-Felgen von derzeit 13 Zoll bedeutet neue Niederquerschnittsreifen von Pirelli. Diese sollen weniger temperaturempfindlich sein und es den Fahrern ermöglichen, während der gesamten Stints hart zu pushen, während sie immer noch einen Leistungsabfall haben, um die Strategie interessant zu machen.
- Die Befestigung der Federung an den Rädern wurde vereinfacht, die erweiterten Befestigungspunkte wie z.B. von Mercedes genutzt, wurden verboten. Die Aufhängung muss nun direkt an der Radnabe befestigt werden.
- Eine Hydraulische Federung ist verboten, was bedeutet, dass nur die Federn und Dämpfer die Steifigkeit kontrollieren.
- An der Aufhängung angebrachte J-Dämpfer sind verboten.
- Ein Standard-Reifendrucksensor wird verwendet, um die Laufbedingungen der Reifen zu überwachen.
DIE KLASSIFIKATIONEN DER TEILE
- Formel-1-Komponenten werden nun in eine Gruppe von fünf verschiedenen Bezeichnungen eingeteilt, um Kosteneinsparungen bei Teilen zu ermöglichen, die nicht als Leistungsunterscheidungsmerkmale gelten.
- Gelistete Teile bleiben die Komponenten, für die ein Team das geistige Eigentum entwickeln und besitzen muss. Dazu gehören das Monocoque und alle nicht vorgeschriebenen Aero-Flächen.
- Standardlieferkomponenten sind solche, die von einem bestimmten Lieferanten entwickelt und hergestellt werden. Dazu gehören Teile wie die Kraftstoffpumpe und Reifendrucksensoren.
- Übertragbare Teile sind solche, die von einem Team zum anderen geliefert werden können, zum Beispiel Getriebe und Hydrauliksysteme
- Vorgeschriebene Teile sind diejenigen, die die Teams selbst bauen, aber nach einer festgelegten Spezifikation
- Open-Source-Teile können von Teams kostenlos nach ihren eigenen Spezifikationen entwickelt werden. Die vollständigen Konstruktionsdetails müssen jedoch allen anderen Teams zur Verfügung gestellt werden.
DIE MOTOREN
- Die Regeln des 1,6-Liter-V6-Turbomotors bleiben weitgehend unverändert, das Design der Triebwerke wird jedoch zum Saisonstart homologiert und bis mindestens 2025 eingefroren.
- Mindestens 10% des Kraftstoffs müssen aus „Advanced Sustainable Ethanol“ (E10) bestehen
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