Nach den großen Feierlichkeiten um den 1.000 Grand Prix der Formel 1 Geschichte kehrt die Königsklasse nun quasi wieder zum Alltag zurück. Und dieser geht mit einem gar nicht alltäglichen Rennen über die Bühne
Vom Gähner zum Highlight
Auch wenn die erste Ausgabe der Hatz am Baku City Circuit in Aserbaidschan enttäuschte, waren die GPs der letzten beiden Jahre absolute Kracher. Jeder Formel 1 Fan erinnert sich noch an den legendären Rempler von Sebastian Vettel gegen Lewis Hamilton während der Safety Car Phase 2017. Hamilton beschleunigte nicht aus Kurve 15, um mehr Abstand zum Safety Car zu lassen. Vettel wurde überrascht und fuhr ihm auf. Anschließend zog er neben den Briten, beschwerte sich mit Handzeichen und lenkte seinen Ferrari gegen dessen Mercedes. Ebenso heiß war der Doppelausfall von Red Bull Racing 2018. In Runde 40 fighteten die beiden Bullen Max Verstappen und Daniel Ricciardo um P4. Verstappen, der durch einen Overcut vor Ricciardo lag, zog auf der Start-Ziel-Geraden im letzten Moment rüber um den Australier vom Überholen abzuhalten. Dabei krachten die beiden ineinander und schieden beide aus.
Geheimtipp Bottas
Einer, der in Baku immer stark war, aber bislang noch nie davon profitieren konnte, ist Valtteri Bottas. Der Finne stand 2017 in Reihe eins, aber gleich nach dem Start griff ihn Kim Räikkönen an. Bottas ließ dem Landsmann Platz, fuhr dabei über den Kerb und krachte in den Ferrari. Er erlitt einen Reifen- und Frontflügelschaden, und nahm das Rennen mit einer Runde Rückstand als Letzter wieder auf. Nach einer Safety Car Phase rundete er sich zurück und setzte zu einer unglaublichen Aufholjagd an: In Runde 31 war er bereits wieder Achter, in Runde 38 Dritter, und in der letzten Runde fing er wenige Meter vor der Ziellinie Lance Stroll auf P2 noch ab. Letztes Jahr ging Bottas von P3 ins Rennen, fuhr aber einen langen Stint auf den Softreifen, wodurch er in Führung gehen konnte. Durch den Doppelausfall der Red Bull Piloten und die Safety-Car Phase behielt er auch nach dem Reifenstopp P1 und sah wie der sichere Sieger aus. Doch leider hatte er sich hinter dem Safety Car ein Karbonteil vom Bullen-Unfall eingefahren und flog beim Restart mit Plattfuß ab. „Mit Baku habe ich noch eine Rechnung offen. Ich mag die Strecke sehr. Sie ist schnell, anspruchsvoll und es ist immer was los. Ich hoffe, heuer klappt es“, freut sich Bottas auf ein Wiedersehen.
Checo Comeback?
Seit der Neuübernahme läuft es bei Racing Point (ehemals Force India) noch nicht wirklich rund. Aktuell ist man weit entfernt davon weiterhin die vierte Kraft hinter den „Big 3“ zu sein. Da könnte der Baku City Circuit gerade recht kommen, denn dort war besonders Sergie Perez immer pfeilschnell. Bei der Erstaustragung 2016 war „Checo“ der zweitschnellste Mann im Qualifying und holte sich trotz Rückversetzung wegen Getriebewechsels noch den letzten Stockerplatz im Rennen. 2017 lag Perez mit dem unterlegenen Dienstwagen zu Rennbeginn lange auf P2 ehe er vom Teamkollege in Runde 39 abgeschossen wurde. Und im Vorjahr düpierte der Mexikaner Ferrari Pilot Sebastian Vettel in der hektischen Schlussphase des GPs um sich P3 zu schnappen. „Baku ist ein geiler Kurs. Da ist immer was los und die Speeds auf den langen Geraden sind einfach atemberaubend“, grinst Perez, dessen Trendkurve mit den Rängen 13, 10 und 8 in den ersten drei Rennen des Jahres klar nach oben zeigt.
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