Pirelli will keinen Reifenkrieg in der F1

Einen zweiten oder gar mehrere zusätzliche Reifenhersteller möchte Pirelli-Manager Mario Isola in der Formel 1 nicht haben. Dafür nennt er mehrere Gründe.

69,4 Prozent der Fans gaben in der jüngsten globalen Fan-Umfrage der Formel 1 und Motorsport Network an, dass sie sich wieder einen Reifenkrieg in der Königsklasse wünschen würden. Pirelli-Manager Mario Isola hat sich nun gegen einen weiteren Hersteller ausgesprochen. Laut ihm würden sich die Kosten erhöhen und das Feld würde sich auseinanderziehen wenn man einen weiteren Ausrüster hätte.

Auf der Autosport-International-Show sagt Isola: „Im Moment statten wir alle Teams mit dem gleichen Produkt aus. Also sind die Teams bei den Reifen auf dem gleichen Niveau. Wenn man aber den Wettbewerb öffnet, dann steigen die Kosten, weil man testen muss. Und dann wird man Topteams mit einem besseren Produkt als die Mittelfeld- oder hinteren Teams haben, weil man nicht mehr verpflichtet ist, jedem die gleichen Reifen zu liefern.“

Laut Isola würde man damit einen Unterschied zwischen den Topteams und den anderen erschaffen. Er geht davon aus, dass man mit zwei oder mehr Herstellern möglicherweise ein paar Teams im Kampf um die Spitze hätte, alle anderen hätten jedoch noch größere Probleme mit der Performance.

Seit seiner Rückkehr 2011 ist Pirelli der einzige Reifenhersteller in der Formel 1 und wird das auch bis mindestens Ende 2019 bleiben. 2006 war bislang die letzte Saison mit zwei Reifenherstellern. Bridgestone und Michelin waren damals die zwei Anbieter der Königsklasse, bevor sich Michelin ganz zurückzog und Bridgestone das Feld überließ.

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