Die Diskussion über den Sound der neuen Formel 1-Motoren ist zwar nach wie vor aktuell, wird aber von einem neuen Thema überschattet: die mangelnde Geschwindigkeit der Autos und das leidige Problem der Pirelli-Pneus. Nicht einmal das so überlegene Mercedes-Team zeigt sich damit zufrieden…
Unzufriedenheit im Formel 1-Zirkus wächst
Hinter den Kulissen der Formel 1 rumort es. Nicht nur, dass die hintere Hälfte der Teams unglücklich über die fallengelassenen Pläne zur Kostenreduktion ist, auch Zampano Bernie Ecclestone und manche Rennveranstalter sind über die aktuelle Atmosphäre bei den Grand Prix verärgert.
Als Alarmzeichen kann aber gesehen werden, dass die TV-Einschaltquoten der letzten Rennen in Kernmärkten wie Deutschland und Italien signifikant gesunken sind. „Ich habe gehört, dass die Einschaltquote in Monaco um 20 Prozent im Vergleich zum letzten Jahr gesunken ist“, erzählte Ex-Rennfahrer David Coulthard gegenüber AOL. „Es besteht eine gewisse Verantwortung gegenüber den Fans.“
Die Diskussion über den schlechten Sound der neuen Motoren existiert seit dem ersten Rennen, auch die Versuche mit einem „Megaphone“ brachten nicht die gewünschte Wende. Einen vehementen Kritikpunkt stellt aber die mangelnde Geschwindigkeit der neuen Autos dar.
Kein Speed mit neuen Reifen
Als Ursache des Problems werden hier aber nicht die neuen, kleineren V6-Turbomotoren gesehen, sondern die Reifen von Pirelli. Mit diesen ist nicht einmal das bisher so dominante Mercedes-Team zufrieden. „Nico und Lewis geht es zwar etwas besser, als dem Rest des Feldes, da ihr Gesamtpaket auch besser ist“, meint Coulthard weiter. „Wenn man mit ihnen aber privat spricht, bezeichnen sie das Fahrerlebnis als nicht so einzigartig wie früher.“
Die Reduktion der Renngeschwindigkeit nimmt teilweise dramatische Formen an. Die Rundenzeit im heurigen Rennen in Barcelona war um vier Sekunden über der des vorigen Jahres. Auch auf dem engen und kurvenreichen Kurs in Monaco waren die Autos signifikant langsamer als im Vorjahr. Als Hauptursache wurden hier die Reifen gesehen.
Die Zeiten der Sauber-Autos verdeutlichen dies. In der St. Devote-Kurve fiel die Geschwindigkeit von 96 Kilometer Pro Stunde auf nunmehr 90, bei der spektakulären Swimming Pool-Passage waren die Autos gleich um acht Kilometer pro Stunde langsamer. Auch in der schnellen Casino-Kurve und der Tabac war das Renntempo der Autos wesentlich geringer als im Vorjahr.
Reifenhersteller Pirelli hat – in Reaktion auf die schwere Kritik in der Rennsaison 2013 – die Entwicklung der neuen Pneus deutlich konservativer angelegt, um ihnen ein Zuviel an Aggressivität zu nehmen. Die Situation hat sich durch zu wenige Testfahrten noch verschlechtert. Die vormals ausgezeichneten Reifen passten nicht mit dem extrem hohen Drehmoment der neuen V6-Motoren zusammen.
Als Resultat dieser Entwicklung hat man nun viel zu harte Reifen. „Wie hätten locker die Reifensätze der zweiten Hälfte der vergangenen Saison verwenden können“, meinte Felipe Massa gegenüber der deutschen Auto Motor und Sport.
Pirelli wird aber während der laufenden Saison keine Veränderungen vornehmen. „Wir haben nur vier Möglichkeiten für alle 19 Rennen, da müssen wir Kompromisse eingehen“, erklärt Pirellis Formel 1-Chef Paul Hembery. „Mehrere Optionen wären für uns sehr hilfreich.
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